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Mittwoch, 2. Januar 2013

Elf der 2. Liga-Hinrunde

19 statt 17 Spieltage war die Hinrunde der 2. Bundesliga lang. Mit großem Abstand wurde die Liga von Hertha BSC Berlin und Eintracht Braunschweig dominiert.
Doch stellen auch diese beiden Mannschaften ausschließlich die besten Spieler?
Hier ein Rückblick auf die prägenden Akteure der Zweitligavorrunde.

Tor: Tobias Sippel (1. FC Kaiserslautern).

Der FCK verfügt über überagende Einzelspieler in der Offensive. Diese waren oft genug für entscheidende Momente zuständig, tauchten aber ebenso immer wieder ab. Der Lauterer Keeper entschärfte vor allem zu Saisonbeginn zahlreiche Großchancen u. a. bei den Auswärtsspielen und ist auch jetzt in der Phase, wo es bei Lautern kriselt, der konstanteste Mann.

Abwehr, Außenbahn links: Ken Reichel (Eintracht Braunschweig)

ist klarer Punktsieger auf dieser Position. Mister zuverlässig hat alle 19 Partien von Anfang bis Ende absolviert und defensive wie offensive Aufgaben gleichermaßen gut verrichtet. 3 Torvorlagen mit seinem starken linken Fuß sind ein ordentlicher Wert. Er scheint genau wie die gesamte Eintracht reif für die 1. Liga.

Abwehr: Innenverteidigung: Fabian Lustenberger (Hertha BSC Berlin)

Ab dem 5. Spieltag stellte Jos Luhukaay Lustenberger in Herthas Innenverteidigung. Seitdem erledigt er dort (oft gemeinsam mit dem jungen John Antony Brooks an seiner Seite) gewohnt souverän durch starkes Zweikampfverhalten seine Defensivaufgaben. In den 15 Spielen hat Hertha nur 8 Gegentore kassiert.

Abwehr Innenverteidigung: Emin Bicakcic (Eintracht Braunschweig)

Auch Bicakcic hat mit Deniz Dogan einen starken Partner an seiner Seite. Er verteidigt jedoch kantig und ist mit seiner Größe bei Standards immer gefährlich. 2 Tore und 2 Vorlagen steuert er so bei. Schon in der Rückrunde 2011/2012 spielte er konstant stark. In der Hinrunde hat er noch ein wenig draufgelegt und trägt somit zu den ersten 15 Gegentoren, die Braunschweig erst kassiert hat, entscheidend bei.

Abwehr Außenbahn rechts: Sascha Traut (VFR Aalen)

Genau wie Ken Reichel hat auch Sascha Traut bereits 3 Torvorlagen geliefert. Unermüdlich beackert er die rechte Abwehrseite. Bei Aalen wurde der gelernte Mittelfeldspieler defensiv umgeschult, trägt jedoch auch eine Menge zum schnellen Umschaltspiel bei. Auch Traut ist Dauerbrenner und hat noch keine Zweitligaminute in dieser Saison verpasst.

Mittelfeld zentral defensiv: Yannick Stark (FSV Frankfurt)

Durch Zweikampfstärke und gute Spieleröffnung prägt Stark diese Hinrunde das Spiel des FSV Frankfurt und hält diese somit aus dem Abstiegskampf fern. 3 Torvorlagen konnte der 22 jährige beisteuern. Sein einziger Platzverweis war ungerechtfertigt. Die Leistungssteigerung im Vergleich zur letzten Saison ist zu erkennen. Genau wie sein gesamtes Team spielte er sich in den Vordergrund.

Mittelfeld offensiv: Ronny (Hertha BSC Berlin)

Den besten linken Fuß der gesamte 2. Liga besitzt Ronny. Egal ob Standardsituationen oder einfach präzise Torabschlüsse. Ronny hat einiges davon zu bieten. 9 Tore und 7 Assists sind einfach überragend. Aus dem einst etwas "pummelig" wirkenden Bruder Raffaels ist inzwischen ein spritziger Spielmacher geworden, der immer dann, wenn die Hertha  nicht mehr weiter weiß eine neue Idee aus dem Hut zaubert.

Mittelfeld Außenbahn links:  Jan Hochscheidt (Erzgebirge Aue)

Nicht auszudenken wo Erzgebirge Aue stehen würde, ohne die Genialität von Jan Hochscheidt, der 8 Tore erzielt hat und zu weiteren 6 Treffern die Vorarbeit leistete. Insbesonders mit Stürmer Jakub Sylvestr versteht sich Hochscheidt auf dem Platz brillant. Zu Saisonbeginn konnte sich Hochscheidt
oft noch nicht belohnen, aber ab dem 9. Spieltag platzte sein Knoten. 5 Scorerpunkte in einem Spiel sind der Spitzenwert der Liga

Mittelfeld Außenbahn rechts: Marcel Ndjeng (Hertha BSC Berlin)


Egal ob hinten rechts in der Abwehr oder eine Position davor. Marcel Ndjeng arbeitet mit Jos Luhukaay auch in Berlin ähnlich erfolgreich wie in Augsburg, Mönchengladbach oder Paderborn zusammen. Als sich der starke Pekarik verletzte, musste Ndjeng in die Abwehr rutschen, erledigte dort aber auch zuverlässig die Aufgaben 3 Tore und 3 Vorlagen gehen auf sein Konto und beweisen seinen starken Offensivdrang.

Sturm: Domenick Kumbela (Einracht Braunschweig)

12 Saisontore hat der beste Schütze der 2. Liga erzielt. Schon in Liga 3 bildete er gemeinsam mit Denis Kruppke ein fantastischs Sturmduo. Inzwischen ist er auch in Liga 2 kaum noch aufzuhalten. Früher fiel Kumbela auch mal durch einen Skandal auf. Inzwischen ist er gereift, trug zuletzt sogar die Kapitänsbinde. In den letzten 6 Spielen trug er regelmäßig mit Scorerpunkten zu Erfolgen bei. Im neuen Jahr soll er erstmals für die Nationalmannschaft Kongos auflaufen.

Sturm: Boubacar Sanago (Energie Cottbus)

Das Kopfballungeheuer der Liga hat 6 seiner 10 Tore mit dem Kopf erzielt. Wurde Energie im Sommer noch wegen dieser Verpflichtung belächelt, ist Sanogo inzwischen unverzichtbar. Auf dem Platz ist er sehr viel unterwegs, schafft Räume für die Kollegen und steht oft dort, wo ein Stürmer stehen muss. Dass Energie sogar Aufstiegschancen besitzt, ist auch zu einem Großteil sein Verdienst.

Abschließend die Elf nochmal im Überblick.



-------------------------------------------- Sippel-----------------------------------------

Traut---------------------Bicakcic-------------------Lustenberger------------Reichel

--------------Ndjeng----------------Stark----------------------------Hochscheidt

--------------------------------------Ronny-------------------------------------------

----------------------------Kumbela---------------Sanogo--------------------------

Montag, 16. Juli 2012

Saisonvorschau 2012/2013 FC Hansa Rostock



Die Vorsaison

Pannewitz, Jänicke, Ziegenbein und Lartey hießen die vier taktgebenden Akteure des Hansa Mittelfelds in der Saison 2010/2011. Diese verdienten allesamt die Prädikate herausragend und torgefährlich. Der Plan war, dass diese Spieler auch in Liga 2 Hansa anführen sollten. Doch es kam anders. Ziegenbein und Lartey zündeten nicht und hatten mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Kevin Pannewitz wanderte zwischen Tribüne und Startelf, aufgrund von Übergewicht, Formschwäche und Einstellungsproblemen. So blieb nur Tobias Jänicke, der die allgemeine hanseatische Abschlussschwäche - eine ungute Tugend, die nach der furiosen Aufstiegssaison mit 70 erzielten Toren schon vergessen schien, nicht wirklich beheben konnte. Nachdem Peter Vollmann nur eines der ersten 17 Spiele in Liga 2 gewinnen konnte, wurde der Aufstiegstrainer durch Wolfgang Wolf ersetzt. Unter dem neuen Trainer traf Hansa öfter ins Tor, kassierte aber auch mehr Gegentore. So stand am Ende der Abstieg auf dem letzten Tabellenplatz 18.
Dennoch ließ sich die Mannschaft trotz vieler Rückschläge nie hängen, sondern verlor viele Spiele aufgrund der Unerfahrenheit der vielen jungen Spieler. Symptomatisch die 4:5 Pleite in Berlin trotz mehrfacher Führung. Rostock zeigte sich in fast allen Spielen engagiert, aber mangelhaft in Sachsen Cleverness.

Transfers

Wie zu erwarten, verließen einige Akteure den FC Hansa.
Alle Wechsel aufzuzeigen, würde den Rahmen sprengen. hier gibts die Vielzahl zum Nachlesen, daher nur eine Auswahl.

Kevin Pannewitz, der in der Rückrunde überzeugte, wechselte in die Bundesliga zum VFL Wolfsburg, Freddy Borg - in der Rückrunde zum Publikumsliebling gereift - stürmt nun für Alemania Aachen, Linksfuß Timo Perthel zog es nach Duisburg, Defensivallrounder Robert Müller kehrte zu Wehen Wiesbaden und damit zu Extrainer Peter Vollmann zurück. Marek Janecka wechselte in die Heimat, Marek Mintal "Königstransfer" der Vorsaison ging zum FCN II. Akteuren wie Marcel Schied, Peter Schyrba, Dexter Langen und Radovan Vujanovic wurde der Neuanlauf nicht zugetraut. Noch unklar ist die Zukunft von Domenic Peitz und Tobias Jänicke, die in der kommenden Saison aber nicht für Hansa spielen werden.

Die "Neuen" des FC Hansa haben aus den verschiedensten Ligen Europas den Weg an die Ostsee gefunden. Neben Trainersohn Patrick Wolf (Hessen Kassel) wurden auch Akteure aus Belgien und den Niederlanden (Smetana, Plat, Geenen, Leemans) geholt. Noel Alexandre Mendy kommt aus der vierthöchsten englischen Spielklasse. Der traditionell starke Hansa- Nachwuchs schickt mit Ben Zolinski und Ronny Marcos neue Akteure ins Drittligahaifischbecken. Mit Dennis Berger, der ein schwaches Jahr in Bochum vergessen lassen möchte, arbeitete Wolf schon erfolgreich in Offenbach zusammen.

Das Team

Bei Hansa herrscht wirklich Konkurrenzkampf auf allen Positionen. Im Vorjahr tauschte der Trainer oft von Spiel zu Spiel die Startformation aus. Beim diesjährigen Kader, der einer Wundertüte gleicht, könnte dies ebenso sein.

Im Tor kommt es zu einem Dreikampf. Der junge Johannes Brinkies fordert Jörg Hahnel und Kevin Müller heraus. Dennoch wird Letztgenannter wohl die Nase vorn haben. Etwas dünn besetzt ist die Innenverteidigung. Zur Vorjahresinnenverteidigung Matthias Holst / Stefan Gusche, die in Liga 3 sicher stabiler stehen wird, ist Patrick Wolf von Hessen Kassel praktisch die einzige aber dafür sehr ernstzunehmende Alternative. Gusche schien im Vorjahr der Abstiegskampf, etwas das Potenzial zu nehmen, dennoch ist er durch solche Erfahrungen sicher gereift. Links hinten kämpfen der alte Kapitän Pelzer, der Shootingstar der Vorbereitung Ronny Marcos und Michael Blum um den einen Platz. Das Potenzial spricht für die beiden Letztgenannten, Blum könnte das Offensivspiel sehr beleben. Die Planstelle Rechtsverteidigung ist für Rick Geenen reserviert. Ben Zolinski könnte ihn ersetzen.



Im Mittelfeld gibt es großes Gerangel. Die Erfahrung sollte auf der Sechs den Ausschlag für Ken Leemans geben. Die Alternative zu ihm ist Julien Humbert. Auf der Spielmacherposition hofft das Hansa-Umfeld auf den "Im Prinzip Zugang" Mohammed Lartey. Der vor 2 Spielzeiten überragende Antreiber hat ein Seuchenjahr vor allem in Verletzungshinsicht hinter sich. Tom Weilandt, ein großes Talent, dass viel Zweitligaerfahrung im Vorjahr sammelte, macht jedoch Druck auf ihn, könnte jedoch auch im Sturm zum Einsatz kommen.

Auf der linken Seite setzt sich Denis Berger, Österreicher mit guten 1 gegen 1 Qualitäten mit dem jungen Manfred Starke, einem Mann mit Drang zum Tor auseinander. Rechts gibt es das Duell zwischen Neuzugang Mendy und Edisson Jordanov, falls dieser nicht noch zum VFB Stuttgart II wechselt, muss er von den Anlagen eigentlich in der Hansa-Startaufstellung auftauchen. Ob Björn Ziegenbein wirklich nochmal eine Alternative wird, ist eher unklar. Die Außenbahnen haben momentan noch den größten Konkurrenzkampf und Kampf um die Stammplätze vor sich.

Gerangel gibt es auch im Sturm. Lucas Albrecht hat in der Vorbereitung aufhorchen lassen. Der 1,98 Meter Angreifer Ondrej Smetana ist im Normalfall allerdings wohl gesetzt. Er soll vorne die Bälle festmachen und ablegen. Johan Plat könnte derjenige sein, der am Ende verwertet. Mit Nils Quaschner hat mannoch ein Talent in der Hinterhand. Ein 4-4-2 ist denkbar. Wahrscheinlich ist jedoch ein 4-2-3-1, dass im Spiel zu einem 4-4-2 umfunktioniert wird. In den Tests kam überwiegend ein 4-2-3-1 mit Plat als hängendem Angreifer zum Einsatz.

Umfeld und Prognose

In einem Jahr hat Hansa praktisch nichts ausgelassen. Geisterspiel vor eigenem Publikum. Trainerwechsel, trotzdem der Abstieg. Der Abschied von Manager Beinlich. Die im Sommer drohende Insolvenz, die dank der Hilfe der Stadt abgewendet wurde. Die Vorbereitung hatte von allem etwas zu bieten. Einem peinlichen 2:3 gegen eine Auswahl Rostocker Amateurspieler steht so z.B. ein 5:0 Sieg über Lyngby BK gegenüber.
Das Rostocker Ziel lautet tatsächlich (sofortiger) Wiederaufstieg. An diesem hohen Ziel wird sich die neu zusammengestellte Truppe messen lassen. Hansa landet auf jeden Fall einstellig, Wird das Ostseestadion zur Heimfestung, kann oben angegriffen werden, allerdings dürfen die Neuzugänge keine Anlaufschwächen zeigen. Wohin die Reise geht, und vor allem ob die Aufstiegspläne der Vereinsführung realistisch sind, wird wohl schon das 1. Spiel gegen die Stuttgarter Kickers zeigen.

Sonntag, 8. Juli 2012

Saisonvorschau 2012/2013 Hallescher FC


Eigentlich hieß der Aufstiegsfavorit RB Leipzig. Die von Mäzen Mateschitz und Trainer Pacult weit über Viertligaansprüche hinaus zusammengestellte Truppe sollte, nachdem sie im Vorjahr noch von Chemnitz auf Rang 2 verwiesen worden war, 2011/2012 endlich die 3. Liga erreichen. Tatsächlich belegte Platz 1 der Regionalliga Nord aber - nur etwa 34 km Luftlinie von Leipzig entfernt - der Hallesche FC. Eine Überraschung aber keine Sensation, da dort ruhig gearbeitet wird und fußballerische Klasse durchaus vorhanden ist. Am 19. Mai ironischerweise beim letzten Heimspiel gegen Leipzig, wurde der Aufstieg durch ein 0:0 besiegelt.

Die Bilanz liest sich eindrucksvoll. Lediglich 3 von 34 Spielen gingen verloren. 24 Spiele der letzten Saison bestritt der HFC ohne Gegentor. Einen gewichtigen Anteil hatte Torwart Darko Horvat, der auch mit 39 Jahren noch ein stabiler Rückhalt des Teams ist. Aber auch durch Teamgeist und ansehnlichen Offensivfußball wusste der Club, der Sachsen-Anhalt wieder zurück auf die Fußballlandkarte der ersten drei Profiligen führte, zu überzeugen.

Aus dem Umkreis der Stammformation musste Halle nur Außenstürmer Dennis Wegner zu Werder Bremen II ziehen lassen. Ansonsten wurde die Mannschaft drittligaerfahren verstärkt. Philipp Zeiger kam aus Plauen, Pierre Becken und Nils Pichinot waren zuletzt für Carl Zeiss Jena aktiv. Von der zweiten Mannschaft des SC Freiburg zog es Erich Sautner nach Halle. Momentan befindet sich auch Torwart Franko Flückiger (Fürth) im Probetraining.

Die Mannschaft steht nicht nur defensiv sehr stabil, sondern beherrscht Kombinationsfußball. In den Duellen gegen RB Leipzig und Kiel war die Mannschaft spielerisch stets auf Augenhöhe oder wie im Hinspiel im ehemaligen Zentralstadion sogar klar besser. Die übrigen Kontrahenten wurden ohnehin beherrscht. Bevorzugt wird das 4-2-3-1. Die offensive Dreierreihe ist alles andere als statisch, sondern sehr beweglich und spielt sehr viele Torchancen heraus. In diese Dreierformation drängt Neuzugang Sautner, der auf Anhieb in den Testspielen zu überzeugen wusste. Die bisherigen Stürmer Hauk und Shala bringen das nötige Rüstzeug mit sich, um sich auch körperlich im Strafraum durchzusetzen. Eine spielerisch stärkere Alternative, die auch schon Treffer in Liga 3 erzielen konnte, ist Nils Pichinot aus Jena.



Robust, kopfballstark und torgefährlich ist auch die großgewachsene Doppelsechs um Wagefeld und Hartmann. In der Abwehr ist Mouaya der Garant für Stabilität. Den vor 2 Jahren in Liga 2 abgewanderten Adil Lachheb hat er vergessen lassen können. Der Platz neben ihm wird zwischen Becken und Ruprecht ausgespielt. Letztgenannter hat wohl die Nase vorn. Philipp Zeiger wäre ein Kandidat für die Defensivzentrale, Anton Müller könnte die Mittelfeldzentrale spielerisch verstärken. Talentiert ist der junge Defensivmann Sören Eismann, der wohl rechts hinten verteidigen wird.

In den Vorbereitungsspielen gegen unterklassige Teams gelangen dem HFC ausschließlich Siege. Aber auch Zweitligist Erzgebirge Aue wurde mit 3:1 bezwungen. Von daher stehen die Chancen gut, dass die wenigen neuen Spieler kaum Eingewöhnungszeit brauchen werden und der Start gelingt.

Das größte Manko des HFC in der Vorsaison: die Chancenverwertung. Als am vorletzten Spieltag der Aufstieg in Meuselwitz perfekt gemacht werden konnte, versagten der Mannschaft reihenweise die Nerven im Abschluss. In Leipzig hätte man das Hinspiel auch mit 5 oder mehr Toren beenden können, erzielte allerdings nur ein einziges Tor. Teile der HFC-Mannschaft sind noch drittligaunerfahren. Vor allem was Cleverness betrifft, muss die Mannschaft bei dem bei weitem höheren Niveau als noch im Vorjahr zulegen. Führungsspieler wie Horvat und Wagefeld sind in dieser Hinsicht kaum ersetzbar. Die große Unbekannte stellt die traditionell sehr ausgeglichene 3. Liga dar. Waren im Vorjahr mit Halle etwa nur 2-3 Clubs überhaupt auf einem Niveau, muss sich die Mannschaft nun 38 mal gegen Konkurrenz auf Augenhöhe beweisen. Dass der Unterschied zwischen Regionalliga Nord und 3. Liga durchaus vorhanden ist, bewies der holprige Start des souveränen Vorjahresaufsteigers aus Chemnitz. In einem Interview mit dem Sportmagazin "Kicker" warnte Kapitän Wagefeld vor eben dieser Gefahr.

Trainer Sven Köhler ist kein Mann großer Worte. Der langjährige Assistent Christoph Frankes hat nicht nur dessen menschliche Kompetenzen sondern auch sein fußballerisches Credo ("Die Null muss stehen.") übernommen. Seit Juli 2007 führt er die Geschicke des Halleschen Fußballclubs auf ruhige und bescheidene Weise. Nach den Plätzen 4 und 5 in den Vorjahren hat es dieses Mal mit dem Aufstieg geklappt. Der Klassenerhalt in Liga 3 soll nun folgen.

Innerhalb des Kaders fällt eine gewisse "Blockbildung" auf. In Halle gibt es seit Sven Köhler Trainer ist, traditionell eine Dresdner Achse (inzwischen aus Horvat, Wagefeld und Zeiger bestehend) und neuerdings auch eine aus Jena. (Becken, Pichinot, Eismann).
Pünktlich zum Aufstieg wurde im September auch das neue Stadion fertig. An Stelle des alten Kurt-Wabbel-Stadions steht jetzt der schmucke neue Erdgas Sportpark, der etwa 15000 Besucher fasst. Im neuen Stadion hat Halle noch kein Pflichtspiel verloren.

Bei Liga 3 online gewann der HFC die Abstimmung, auf welchen Neuling in Liga 3 die Fans sich am meisten freuen und das noch vor den Absteigern aus Liga 2. Das Potenzial längerfristig der 3. Liga erhalten zu bleiben, ist durchaus vorhanden. Halle lässt mindestens 3 andere Mannschaften hinter sich.

Montag, 26. September 2011

Bestandsaufnahme nach Spieltag 10

Irgendwie hat der letzte Beitrag zu lange gedauert. Hier eine Bestandsaufnahme nachdem etwa ein Drittel der Saison inzwischen vorbei ist.

Den Aufstiegskampf unter sich machen die Teams Greuther Fürth, Fortuna Düsseldorf, Eintracht Frankfurt und der FC St. Pauli unter sich aus. Frankfurt und Düsseldorf sind sogar noch ungeschlagen. Fürth besticht durch die beste Abwehr und St. Pauli hat mit Fürth zusammen die meisten Siege auf dem Konto. Momentan ist es kaum vorstellbar, dass vor allem im Laufe einer langen Saison in der all diese Mannschaften auch über starke Bankalternativen verfügen, sich noch ein anderes Team ernsthaft dazu gesellt.

Positiv überrascht haben Eintracht Braunschweig und der SC Paderborn. Beide haben genug Siege, um sich momentan aus dem Abstiegskampf herauszuhalten.Braunschweig holt die Siege daheim, während Paderborn die Auswärtstabelle mitanführt.

1860 München und Energie Cottbus hätte man zugetraut im Aufstiegskampf mitzuhalten, weil beide Teams spielstark und erfolgreich im Abschluss auftreten. Allerdings wurden beide von ihrer mageren Auswärtsbilanz gestoppt.

Union Berlin und Erzgebirge Aue schaffen auch noch den Sprung unter die ersten Zehn. Union hat jedoch mit vielen verletzten Akteuren zu kämpfen. Der Sprung aus der Abstiegsregion heraus wird wohl noch ein wenig warten müssen. Auch Aue ist lange noch nicht unten raus. Nach den zwei sieglosen Teams stellen die Auer die drittschwächste Offensive.

FSV Frankfurt, Dynamo Dresden, VFL Bochum, Karlsruher SC, FC Ingolstadt und MSV Duisburg.
Momentan scheint es, dass eine dieser Mannschaften den Relegationsplatz belegen könnte. Im Aufwind befindet sich der VFL Bochum nach dem Trainerwechsel und zuletzt 2 Siegen. Der FSV Frankfurt agiert minimalistisch, fuhr aber wichtige Auswärtsdreier in Sechspunktespielen ein. Dynamo Dresden hat noch 4 Heimspiele gegen direkte Abstiegskonkurrenten in diesem Jahr. Hier kann die Grundlage zum Klassenerhalt gesetzt werden. Der Karlsruher SC kämpft mit einer Vielzahl an Gegentoren und dem Problem seit 7 Spielen sieglos zu sein. Duisburg konnte erst ein Spiel gewinnen. Gegen den FC Ingolstadt wird sich zeigen, ob die Wedaustädter die Kurve bekommen. Ingolstadt ist zur Schießbude der Liga verkommen. Momentan agiert die Defensive nicht auf Zweitliganiveau.

Hansa Rostock und Alemania Aachen haben Probleme mit dem Tore erzielen. beide Mannschaften haben gar nicht so viele Gegentore bekommen. Im Angriff drückt mit 5 bzw. erst 2 erzielten Toren jedoch der Schuh. Dazu ist der noch nicht eingefahrene Dreier alles andere als gut für Selbstbewusstsein. Bis zum Winter muss der Anschluss weiter hergestellt sein und endlich auch mal gewonnen werden.

ein kleinePrognose für Spieltag 11: Nach Duisburg-Ingolstadt droht dem verlierenden Trainer das Aus.

Freitag, 2. September 2011

2. Bundesliga - der 6. Spieltag - die Analyse

Greuther Fürth ist der Tabellenführer der 2. Bundesliga. Beim inzwischen abstiegsgefährdeten VFL Bochum gewannen die Kleeblätter klar mit 1:4 und konnten wiederum auf das Sturmduo Occean / Nöthe bauen. Der VFL zeigte sich spielerisch verbessert, hatte der fränkischen Effizienz jedoch wenig entgegenzusetzen. Den ersten Saison konnte der MSV Duisburg gegen Dynamo Dresden mit einem 3:0 verbuchen. Im Torabschluss erwies sich Duisburg als das bessere Team zweier Klubs, die spielerisch auf einem Niveau lagen. Ebenfalls zum ersten Saisonsieg kam der FC Ingolstadt durch ein 3:1 gegen Hansa Rostock. Allerdings half hier der Schiedsrichter mit einem sehr fragwürdigen Elfmetergeschenk entscheidend mit. Ingolstadt lässt spielerisch weiterhin einige Wünsche offen, Rostock konnte immerhin mal wieder ein Tor (nach einer Standardsituation) erzielen.
Alemania Aachen und Fortuna Düsseldorf trennten sich 0:0 unentschieden. Die Düsseldorfer waren das bessere Team,  blieben damit aber ihrer -zu Hause siegen, auswärts unentschieden spielen- Taktik treu. Aachen hat nach 6 Toren erst ein Tor erzielt, was sich in der Tabelle sehr deutlich widerspiegelt.
Der Karlsruher SC verlor mit 0:4 gegen den FSV Frankfurt. Beim KSC lief an diesem Tag nicht viel zusammen. Frankfurt kam mit einer abgeklärten soliden Vorstellung zu diesem deutlichen Auswärtssieg, der ihnen etwas Luft verschafft.
Eintracht Braunschweig verpasste dem FC St. Pauli beim 1:0 die erste Saisonniederlage.  Die Gastgeber verdienten sich den Erfolg, weil sie kämpferisch überzeugten wohingegen die Hamburger ihre spielerischen Fähigkeiten zu spät in die Waagschale warfen. Allerdings gab Pauli-Keeper Philipp Tschauner beim Gegentor eine mehr als unglückliche Figur ab.  
Eintracht Frankfurt ist immer noch ihne Heimsieg. Gegen den SC Paderborn kamen die Hessen nur zu einem 0:0. Paderborn lieferte eine ordentliche Partie mit taktischem Geschick ab und hatte das nötige Glück auf seiner Seite.
1860 München gegen Union Berlin war das attraktivste Spiel des Tages. Beide Mannschaften überzeugten durch Spielwitz und kamen zu einigen Torchancen. Diese wurden von den Löwen beim 3:1 besser genutzt. Mann des Tages war Kevin Volland mit zwei Toren und einem Assist.
Erzgebirge Aue trennte sich von Energie Cottbus 0:0 unentschieden. Für einen Aufstiegsanwärter war die Leistung der Lausitzer nicht angemessen. Aue agierte läuferisch und kämpferisch sehr gut, war jedoch in den Offensivaktionen zu ausrechenbar.

Dienstag, 23. August 2011

2. Bundesliga - der 5. Spieltag - die Analyse

Fortuna Düsseldorf setzte seinen Heimspielhöhenflug durch ein 3:1 gegen 1860 München fort. Die Löwen verpassten es, kämpferisch gegenzuhalten. Düsseldorf bot hingegegen angetrieben vom überragenden Maximilian Beister eine aufsteigsreife Partie.
In Spiellaune befand sich auch die SpVgg Greuther Fürth. Diese verdarb durch ein 3:0 ihrem Ex-Coach Bennö Möhlmann, die Rückkehr nach Franken. Der FC Ingolstadt ist weiterhin noch sieglos, erkannte nach dem Spiel aber die enorme Qualität der Fürther Mannschaft an. Das Sturmdou Occean/ Nöthe auf Fürther Seite scheint sich bereits gefunden zu haben.
Torlos und somit immer noch sieglos bleiben Hansa Rostock und Alemania Aachen. Beim 0:0 überzeugte Rostock einmal mehr spielerisch, vergab aber erneut klarste Torchancen. Aachen nutzte den ersten Punktgewinn, um ein wenig zu verschnaufen. Dennoch ist nächste Woche im Heimspiel gegen Düsseldorf ein
Sieg fällig, sonst wackelt der Trainerstuhl gewaltig.
Eintracht Braunschweig und Erzgebirge Aue trennten sich 1:1 unentschieden. Aue zeigte sich kämpferisch verbessert und verbuchte den Punkt vor allem deshalb, weil Torhüter Martin Männel einen Elfmeter hielt. Für Braunschweig wird nun wohl das gesicherte Mittelfeld der Tabelle interessant.
Union Berlin besiegte den VFL Bochum mit 2:1. Während der VFL den Negativtrend der letzten Wochen fortsetzte, konnte Union angetrieben vom starken Kapitän Torsten Mattuschka nach dem Rückstand die Partie noch drehen.
Der FSV Frankfurt gab im Stadtduell gegen Eintracht Frankfurt mit dem Umzug in die Commerzbank-Arena nicht nur das Heimrecht, sondern beim 0:4 auch die Punkte ab. Phasenweise war auf dem Platz ein Klassenunterschied zu erkennen. Der FSV ist immer noch ohne Sieg, sollte beginnen zu punkten, während die Eintracht mit sehr gutem Torverhältnis im Aufstiegskampf mitmischt.
Überzeugt hat auch Energie Cottbus. Mit einem 2:0 durch einen Doppelpack von Torjäger Dimitar Rangelov hat Cottbus gegen den Karlsruher SC den Weg zurück in die Spitzengruppe gefunden. Karlsruhe bot die schwächste Saisonleistung. Noch immer ist nicht ganz klar, in welche Tabellenregion der Weg der Badener diese Saison führen wird.
Dynamo Dresden verlor gegen den SC Paderborn mit 1:2. Traner Loose musste die erste Heimniederlage seiner Amtszeit hinnehmen, während Paderborn den zweiten Auswärtssieg der Saison feierte. Neben einem Traumfreistoßtor von Alban Meha sorgte vor allem der Schiedsrichter mit der Aberkennung eines glasklaren Treffers von Marvin Knoll für Aufregung. Beide Klubs sind dennoch in der unteren Hälfte zu erwarten.
Der FC St. Pauli bleibt Spitzenreiter in Liga 2. Dank eines Last Minute Treffers von Finn Bartels besiegten die Hamburger den MSV Duisburg mit 2:1. Noch mehr als der Platzverweis von Pliatsikas schmerzte den MSV, wieder nicht gewonnen zu haben. Somit steht Duisburg am Freitag gegen Dresden unter Zugzwang.


Freitag, 19. August 2011

2. Bundesliga- der 4. Spieltag - die Analyse

Der FC St. Pauli ist Spitzenreiter in Liga Zwei. Beim VFL Bochum gewannen sie mit 1:2.
Spielerisch überzeugte die St. Paulianer Mannschaft, aus der besonders Siegtorschütze Max Kruse herausragte. 
Den ersten Saisonsieg landete Dynamo Dresden mit einem 4:0 gegen Union Berlin. Weil die Berliner in Halbzeit zwei zusammenbrachen konnten sich die zunächst über den Kampf agierenden Dresdner in einen Spielrausch hineinsteigern.
Eintracht Braunschweig gewann ohne die nominelle Stamm- und Aufstiegsinnenverteidigung beim Karlsruher SC und bewies beim 1:3 einmal mehr die Kompaktheit. Der KSC steckt im Mittelfeld der Tabelle. Licht und Schatten wechseln sich (momentan) noch ab. Spielerisch sieht es aber meist gut aus.
Immer noch ohne Punkt ist Alemania Aachen. Gegen Energie Cottbus verloren die Mannen um Trainer Peter Hyballa mit 0:2. Cottbus agierte sehr überlegt und clever in den entscheidenden Momenten. Ein goldenes Tor nach einer Ecke sorgte für eine 0:1 Niederlage des SC Paderborn gegen die SpVgg Greuther Fürth. Die große Chance zum Ausgleich vergab Enis Alushi. 
Ein wahres Offensivfeuerwerk brannte 1860 München durch ein 4:0 gegen Erzgebirge Aue ab. Der Offensivvierer der Löwen (Lauth, Volland, Halfar, Aignar) zeigte sich in Topform. Aue enttäuschte diesmal nicht nur in der Offensive sondern kam auch defensiv oft den Schritt zu spät.
Der FSV Frankfurt holte beim FC Ingolstadt ein 1:1 Unentschieden. Beide Klubs sind noch immer ohne Sieg.
Eine starke spielerische Leistung des FC Hansa Rostock wurde nur mit einem 0:0 beim MSV Duisburg belohnt. Duisburg steht hinten inzwischen sicher, im Offensivspiel scheint die Mannschaft noch etwas Zeit zu brauchen.
Das Spitzenspiel zwischen Eintracht Frankfurt und Fortuna Düsseldorf endete 1:1. Beide Mannschaften sind noch ungeschlagen und werden den Aufstiegskampf aktiv mitgestalten. Düsseldorf bot auswärts eine starke Partie nach frühem Rückstand, erhielt zudem einen klaren Elfmeter nicht.

Freitag, 12. August 2011

2. Bundesliga - der 3. Spieltag - die Analyse

Auf das letzte Wochenende soll noch einmal zurückgeblickt werden. Den ersten Saisonsieg holt sich Union Berlin mit einem 3:0 Erfolg gegen den SC Paderborn. Dabei lieferten die Gäste eine blasse Vorstellung ab. Nachwuchstorhüter Kilian Pruschke musste sich nicht wirklich auszeichnen. Beide Teams sind nun punktgleich.
Fortuna Düsseldorf konnte auf die gewohnte Heimstärke bauen und erreichte ein 4:1 gegen den FC Ingolstadt. Während die Bayern noch ohne Sieg sind, ist Düsseldorf nun ein ganz heißer Kandidat für den Aufstieg, weil sie die Heimstärke mit in die neue Saison genommen haben.
Auf der Erfolgswelle ist weiterhin der FC St. Pauli unterwegs. Mit dem 3:1 gegen Alemania Aachen setzten sie sich in der Spitzengruppe fest. Aachen haderte wieder mal mit der mangelnden Chancenverwertung und Cleverness des Teams. Trotz Sieglosigkeit hat Trainer Peter Hyballa jedoch noch keine Abstiegsängste.
Dass Energie Cottbus zu Hause gegen 1860 München mit 0:5 und damit noch höher als im Pokal verlieren würde, hätte wohl niemand vorhersagen können. Cottbus wurde bereits in der 7. Minute durch einen berechtigten Platzverweis geschwächt, bot aber auch eine desolate Defensivleistung. Bei den Münchner Löwen überragte Benjamin Lauth.
Sogar 3 Platzverweise gab es für Dynamo Dresden, die Gastmannschaft der SpVgg Greuther Fürth. Allerdings war einer davon für den Trainer und alle 3 insgesamt überzogen, weil Referee Stieler nach der Pause das Spiel völlig aus der Hand gab. Am verdienten 1:0 Sieg der Gastgeber, die oben dran bleiben, gab es aber nichts auszusetzen. 
Eintracht Frankfurt gewann bei Eintracht Braunschweig souverän mit 0:3. Dabei spielten die Hessen wie ein Aufstiegskandidat. Mittelfeldmann Alexander Meier ist auf dem besten Weg, sich die Torjägerkanone zu sichern. Braunschweig war wie schon im Pokal gegen die Bayern chancenlos. Dennoch sind beide Mannschaften in der oberen Hälfte dabei.
Erzgebirge Aue konnte beim 0:2 gegen den Karlsruher SC nicht auf die gewohnte Heimstärke zurückgreifen. Die taktisch clever agierenden Gäste sicherten sich mit 2 unhaltbaren Torschüssen den Auswärtsdreier. Vor allem Alexander Iashvilli scheint unter Trainer Rainer Scharinger noch einmal aufzublühen. Aue wurde ein klares Tor aberkannt, spielerisch boten die Sachsen allerdings Magerkost.
Der MSV Duisburg und der FSV Frankfurt trennten sich torlos 0:0. Beide Teams sind nach wie vor noch ohne Dreier und stecken somit unten fest.
Hansa Rostock reichte eine mehr als 45 minütige Überzahl gegen sehr destruktiv agierende Gäste vom VFL Bochum nicht, um einen Sieg einzufahren. Stattdessen gab es auch wegen des bei Bochum überragenden Torwarts Andreas Luthe ein torloses 0:0 Unentschieden.

Donnerstag, 28. Juli 2011

2. Bundesliga der 2. Spieltag- die Analyse

Durch einen Treffer kurz vor Schluss gegen den FSV Frankfurt konnte der VFL Bochum einen Fehlstart noch abwenden. Die Gäste hielten gut dagegen, Funkel wechselte jedoch drei Spieler ein, die entscheidenden Anteil am Treffer zum 1:0 besaßen. Erzgebirge Aue holte sich trotz halbstündiger Unterzahl einen Punkt beim FC Ingolstadt. Die noch torlos gebliebenen Bayern waren im Abschluss zu wenig zwingend und Aue vor allem nach dem Platzverweis dann auch mit dem 0:0 zu Frieden. Im Spitzenspiel am Freitagabend legte Energie Cottbus nach zehn Minuten bereits eine 2:0 Führung vor. Der Anschluss des Ex-Cottbusers Jiayi Shao war der einzige Treffer, der dem MSV Duisburg trotz Druckphase in Halbzeit zwei gelang. Während Cottbus auf einem Aufstiegsplatz gelandet ist, hat der neuformierte MSV auch wegen des 1:2 einen klassischen Fehlstart hingelegt.
Vor den Augen von Investor Hassan Ismaik siegte der TSV 1860 München mit 2:1 gegen den Karlsruher SC.  Obwohl der KSC in einer ansehnlichen Partie sehr gut mitspielte, konnte 60 die Karslruher Standardschwäche zu zwei Toren ausnutzen. Die torchancenreichste Partie gab es zwischen Union Berlin und Greuther Fürth zu bestaunen. Auch bei den Berlinern setzte sich mit der schwachen Großchancenverwertung ein Trend der Vorsaison fort, während Fürth zumindest in der Offensive schon aufstiegsreif agierte.
Am Sonntag sicherte sich Aufsteiger Eintracht Braunschweig die Tabellenführung gegen Alemania Aachen. Aachen hatte im Abschluss wieder Schwächen, Braunschweig agierte kompakt und stark im Konterspiel. So hieß es am Ende 0:2. Fortuna Düsseldorf und der SC Paderborn trennten sich leistungsgerecht 1:1 Unentschieden. Während Fortuna in der 1. Halbzeit am Drücker war, drehte Paderborn nach der Pause auf und kam zum Ausgleich. Ebenfalls ein 1:1 gab es  zwischen Dynamo Dresden und Hansa Rostock. In einer sehr umkämpften, aber nicht gerade spielstarken Partie gab es einen Freistoßtreffer für Rostock und ein Billardtor für Dresden zu sehen.
Eintracht Frankfurt und der FC St. Pauli trennten sich 1:1 Unentschieden. Während die Hamburger damit einen starken Start hingelegt haben, sind die Frankfurter auf Defensivschwächen aufmerksam geworden und haben Bamba Anderson aus Mönchengladbach geliehen.
Die Tabelle hat bislang nur bedingt Aussagekraft. Von daher wird auf die Tabellensituation erst zu einem späteren Zeitpunkt eingegangen. Es folgt nun zunächst das DFB Pokal Wochenende der 1. Runde.

Dienstag, 19. Juli 2011

2. Bundesliga- der Spieltag- die Analyse

http://bundesligaking.de.tl/2-.-Bundesliga.htm
Zugegeben, Analyse ist vielleicht etwas zu hochgestochen, Fazit würde es auch tun. Alle 18 Teams haben inzwischen ihre Visitenkarte abgegeben.
Den Anstoß zur neuen Saison gaben Energie Cottbus und Dynamo Dresden. Während Cottbus mit dem 2:1 die ersten 3 Punkte der neuen Saison vor allem dank der Einwechslung Alexander Ludwigs erreichte, hielt Dresden eine Halbzeit sehr stark mit, um dann eben so stark abzubauen.
Babacar Guèye war die tragische Figur beim 1:1 vom FSV Frankfurt gegen Union Berlin. Dennoch stand Torschütze Karim Benyamina mit einem Tor gegen seinen Exclub mehr im Vordergrund, als der Fehlschütze des Nachspielzeitelfmeters.
Mit Greuther Fürth und Eintracht Frankfurt trafen zwei Spitzenteams aufeinander. Die Fürther, die durch einen Doppelschlag von Christopher Nöthe zur Pause schon wie der sichere Sieger aussahen, hatten am Ende mit 2:3 das Nachsehen, wobei die Aufholjagd der Eintracht vor allem von Alexander Meier angeführt wurde.
St. Pauli trat nicht nur zum Heimspiel in Lübeck, sondern auch praktisch im 4-6-0 System gegen Ingolstadt an. Umso weniger verwunderlich die Tatsache, dass mit Fabian Boll der Doppeltorschütze beim 2:0 aus dem Mittelfeld kam. Ingolstadt zeigte spielerisch jedoch sehr gute Ansätze.
Ähnliches galt auch für die Aachener, die bei Erzgebirge Aue zu Gast waren. Aachen war das spielerisch reifere und bessere Team, vergab jedoch klarste Chancen und fälschte einen harmlosen Auer Schuss unhaltbar ab, so dass die erzgebirgischen Minimalisten durch ein 1:0 nahtlos ans Vorjahr anknüpften.
Erster Tabellenführer ist Eintracht Braunschweig. Angetrieben von Kapitän Kruppke und der neuen Kreativkraft Zimmermann zeigten sie beim 3:1 im Löwenduell nahtlos die Schwächen der neuen Hintermannschaft von 1860 München auf.
Rostock verlor gegen spielfreudige Paderborner zu Hause mit 1:2, was ebenfalls an defensiven Abstimmungsschwierigkeiten gelegen hat.
Den feurigsten Start gab es in Karlsruhe zu bewundern. 1:0 führte dort der MSV Duisburg nach 18 Sekunden. Nach 6 Minuten hatte der KSC die Partie komplett gedreht. Der Endstand von 3:2 zeigte, dass beide Mannschaften offensiv eine Menge Potential aufzuweisen haben, wenn man sie spielen lässt.
Norbert Meier blieb seinem Ruf als Heimspieler treu und setzte mit einem verdienten 2:0 Erfolg seiner Fortuna aus Düsseldorf gegen den VFL Bochum ein erstes Achtungszeichen im Aufstiegskampf. Routinier Sascha Rösler erzielte hier ein echtes Traumtor per Fallrückzieher.

Sollte jemand noch bewegte Bilder sehen wollen, dann wird er
hier fündig. 


Montag, 18. Juli 2011

die (spiel-)stärkste 2. Liga aller Zeiten. (der 1. Spieltag)

Ich habe mir mal die Freiheit genommen, diese jedes Jahr von DSF/Sport1 ausgegrabene Motto zu verunstalten, bzw. zu verfeinern. Ursprünglich wurde damit das deutsche Unterhaus betitelt, weil sich neben einzelnen Ostklubs auch Traditionsmannschaften wie Köln Frankfurt und Gladbach ein Stelldichein gaben.
Diese Woche ging es wieder los, u.a. mit der Spitzenpaarung Fürth gegen Frankfurt und dem hier zu sehenden Duell zwischen Fürths Schröck und Frankfurts Rode.

http://www.eintracht.de/media/eintracht-fotos.de/public/Saison%2011-12/1.Spieltag%20Fuerth%20-%20SGE%202:3/-h500_15.07.11aw495.jpg
Nachdem nun der 1. Spieltag vorbei ist, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass dies die spielstärkste 2. Liga aller Zeiten ist, weil: 
1. (fast) alle Mannschaften das schnelle Umschaltspiel beherrschen und es keine Mannschaft gibt, die ausschließlich aus Spielern besteht, die den Ball lang nach vorn schlagen wollen.
2. In der Liga sind sehr viele junge Spieler aktiv, die technisch sehr stark ausgebildet worden sind. Die Mehrzahl der erfahrenen Spieler hat in Liga 1 und 2 schon gespielt und dies zeigt sich in einer gewissen spielerischen Klasse.
3. Weil sehr viele Tore ohne Ansage fallen. Keineswegs trafen nur die Teams die zu diesem Zeitpunkt und lange zuvor das Spiel dominiert hatten. Selbst (vor allem auch!?) Aachen und Ingolstadt, die noch keinen Treffer erzielt haben, wirkten sehr torgefährlich und so stark, als könnten sie jederzeit zuschlagen.
4. Es ist eine annähernde Leistungsdichte vorhanden. Keine Mannschaft wirkt defensiv unbezwingbar. Noch hat es keinen einzigen Kantersieg gegeben.

Überprüft werden sollte dies am nächsten Spieltag und dann am besten stetig.

Die Angst der...

Brasilianer vorm Elfmeter. ...
gab es gestern abend zu bewundern. Im Copa America Viertelfinale stand es nach 120 Minuten 0:0 gegen Paraguay. Beide Mannschaft spielten zu diesem Zeitpunkt in Unterzahl, jeweils nur noch zu zehnt.
Was dann folgte, schlug das Frauenwmfinale und vor allem das dortige Elfmeterschießen um Längen.
Einfach nur die pure Slapstickunterhaltung und das vom Rekordweltmeister.
Wer es nicht gesehen hat, sollte es hier nachholen.

Mittwoch, 13. Juli 2011

2. Liga - die Vereine im Kicker-Test Teil VI

VFL Bochum:

Von den Trainer gemeinsam mit Frankfurt zum Aufstiegsfavoriten ernannt, versuchen die knapp in der Relegation gescheiterten Bochumer mit Friedhelm Funkel erneut den Angriff auf die 1. Liga. Vom Stamm des Vorjahres zog es nur Korkmaz zurück nach Frankfurt. Neu sind die jungen und talentierten Kramer, Ginczek, Uzun und Eyolfsson. Sinkiewicz ist mit seinen 25 Jahren schon eher routiniert. Berger eine Alternative auf der Außenbahn.

Kicker-Sportmagazin, 11.07. 2011, S. 55.
Taktik: Aydin und Ginczek haben in der Vorbereitung zusammen harmoniert, ob beide spielen und damit auf zwei Spitzen statt auf das Einmannsystem im Sturm gesetzt wird, ist noch offen. Wichtig ist die stabile Achse von Torhüter Luthe, Abwehrchef Maltritz und Mittelfeldmann Dabrowski. Mit Federico könnte auch die 10er Position gut besetzt werden. Der kreative Azouagh ist vorne flexibel einsetzbar. Praktisch auf jeder Position gibt es gute Alternativen. Bochum setzt auf eine stabile Defensive, weswegen im letzten Jahr einige Spiele sehr ergebnisorientiert auf den Betrachter wirkten.
Wunschelf: Es gibt kaum Gründe die aus dem Vorjahr eingespielte Formation zu verändern. Links könnte Toski oder Berger für den abgewanderten Korkmaz starten. Zunächst sind Azouagh und Chong Tese verletzt. Die jungen Kramer und Ginczek drängen in die Startelf nach.
Einschätzung: Bochum hat einen sehr starken Kader zusammen und ist auf jeder Position gut besetzt und auch in der 2. Reihe konkurrenzfähig. Dazu ist die Mannschaft eingespielt. Die Mischung aus jung und alt stimmt. Auch auswärts hat die Mannschaft viele Punkte geholt. Spielt die Mannschaft vom Start auf diesmal besser, ist das angestrebte Ziel zu verwirklichen. Mit Sicherheit klappt aber der Sprung unter die ersten fünf Teams.


FC St. Pauli: 

Das "Freudenhaus der Liga" ist zurück im Unterhaus. Der Abgang von Trainer Stanislawski ist wohl zunächst besonders einschneidend. Ersetzt wird er vom sehr sachlichen Andre Schubert. Aber auch Leistungsträger wie Kessler, Lehmann, Asamoah und Oczipka sind weg. Unklar ist die Situation bei Zambrano. Neu ist der erfahrene Saglik, die jungen Schachten und Funk. Hoffnungen ruhen auf dem neuen Innenverteidiger Sobiech.

Kicker-Sportmagazin, 11.07. 2011, S. 55.
Taktik: Scheinbar wird Trainer Schubert nur mit einem Sechser beginnen. Daher gibt es viele schnelle Akteure, die beim Umschaltspiel schnell nach vorne ausschwärmen können (Bartels, Kruse, Naki). Takyi, der zuletzt im Sturmzentrum spielte, besitzt eine gute Spielintelligenz und Schusstechnik. Generell sind mehrere Akteure flexibel einsetzbar. St. Pauli muss in Liga 2 noch torgefährlicher nach Standardsituationen werden.
Wunschelf: Da zum Start mit Ebbers und Hennings zwei Stürmer ausfallen, herrscht dort Notstand. Ob Takyi, oder Saglik stürmt, muss Schubert entscheiden. Ins zentrale Mittelfeld drängt Patrick Funk.  Rothenbach und Thorandt sind Alternativen für die Defensive.
Einschätzung: In der Breite ist der Kader sehr gut aufgestellt. Dennoch bleiben nach dem Abstieg einige Fragen, vor allem nach der Art des Auftretens unter dem neuen Trainer. St. Pauli ist die Mannschaft. die am schwersten einzuschätzen ist. Als Favorit auf den Aufstieg wird sie (noch) nicht genannt. Schaffen die defensiven Neuverpflichtungen eine gewisse Stabilität, kann St. Pauli sogar oben mitspielen, weil sie offensiv stark sind. Auf jeden Fall wird es ein einstelliger Tabellenplatz werden.


Eintracht Frankfurt:

Mit einem Etat von 19 Millionen Euro ist Eintracht Frankfurt nach dem Abstieg der Topfavorit auf den Aufstieg, zumal Bruchhagen angekündigt hat, dass das Zweitligaintermezzo nur ein Jahr dauern wird. Es sind doch einige Spieler der Eintracht erhalten geblieben. Gegangen sind Ochs,  Franz und Fährmann, die eine Führungspostion innehatten. Russ könnte noch abspringen. Die Neuzugänge Kessler, Lehmann, Matmour, Korkmaz, Hoffer, Schildenfeld und Bell verweisen schon auf das hohe Saisonziel.

Kicker-Sportmagazin, 11.07. 2011, S. 55.
Taktik: Vieles spricht zum Start für ein 4-3-3 von Trainer Armin Veh. Torhüter Kessler soll ein sicherer Rückhalt werden. In der Innenverteidigung scheinen Bell und Schildenfeld die Nase vorn zu haben. Jung ist eine feste Größe als Außenverteidiger. Zentral werden Lehmann, Rode und Schwegler spielen. Auf den Außen könnten überraschenderweise die großgewachsenen Caio und Meier agieren. Normalerweise würden dort Korkmaz oder Matmour spielen. Im Sturm spricht einiges für einen Bankplatz von Gekas. Hoffer wird wohl starten.
Wunschelf: Der Kader bietet überall reichhaltige Alternativen. Routinier Nikolov könnte im Tor stehen. Noch sind auch Russ und Tzavellas für die Abwehr nicht gewechselt. Domenik Schmidt will einen Stammplatz. Caio könnte auch als Spielmacher auflaufen, genau wie Meier. Matmour, Korkmaz, Fenin (momentan verletzt) sind die Außenangreifer für das 4-3-3.
Einschätzung: Zurecht wird die Eintracht als Favorit gehandelt. Der Kader ist sehr stark, auf bestimmten Positionen fast überqualifiziert und bietet die Qual der Wahl. Treten keine Streitigkeiten von Bankdrückern auf, wie zuletzt von Amanatidis und gelingt der Eintracht der Start wird sie aufsteigen.

Dienstag, 12. Juli 2011

2. Liga - Vereine im Kicker-Test Teil V

Energie Cottbus:

Nach zwei einstelligen Tabellenplätzen (9 und 6) unter Trainer Claus- Dieter Wollitz wäre nun der Sprung nach ganz oben an der Reihe. Allerdings fehlt das Sturmduo Jula (10 Tore und 10 Vorlagen) und Petersen (25 Tore und 7 Vorlagen) schon enorm bei dieser Mission. Ansonsten zog es noch Shao weg. Neu sind Spielmacher Ludwig, Defensiv-Allrounder Engel und die beiden Stürmer Rangelov und Kucukovic.

Kicker-Sportmagazin, 11.07.2011, S. 54.
Taktik: Mit den beiden Topstürmern vertraute Cottbus letztes Jahr auf ein 4-4-2. Der Wechsel zum 4-2-3-1 scheint nun aber möglich zu sein. Rangelov soll als Stoßstürmer Tore schießen, hinter ihm könnten Kucukovic, Ludwig, aber auch Sörensen agieren. Mit Brzenska und Hünemeier verfügt Cottbus über eine extrem kopfballstarke Innenverteidigung, die auch torgefährlich ist. Im Mittelfeld ist Kruska zentral gesetzt, Reimerink und Adlung sollen über die Außen das Spiel ankurbeln.
Wunschelf: Auf den Außenverteidigerpositionen drückt der Schuh. Ziebig ist wohl für links die beste Wahl. Bitroff könnte rechts hinten spielen, genau wie Engel, auf den der Trainer große Stücke hält. Der junge Bittencourt ist der Gewinner der Vorbereitung. Wenn Roger fit ist, könnte er innen verteidigen. Christian Müller muss beweisen, dass seine früheren Leistungen keine Eintagsfliege waren.
Einschätzung: Cottbus kassierte letztes Jahr 52 Gegentore. Viele davon nach eigenen Ballverlusten. Von daher muss das Umschaltspiel besser werden. Die Mannschaft ist spielstark und torgefährlich. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es auch in der Breite mehr Alternativen. Ohne den 35-Toresturm ist der Aufstieg jedoch nicht zu realisieren, Rangelov muss sich sehr schnell wieder in Cottbus zurechtfinden. Auf den defensiven Außen sind momentan noch Fragezeichen. Cottbus landet in der oberen Hälfte. Platz 6 ist realistisch.


FC Erzgebirge Aue

Aue war die Überraschungsmannschaft des Vorjahres, die Herbstmeister wurde, noch in der Rückserie am Aufstieg schnupperte und das mit nur 40 erzielten Toren. Aue hat keinen Stammspieler, lediglich Führungsfigur Kos verloren. Vor allem im Sturm sind junge Leute (Cappek, Kocer) geholt worden, die für mehr Torgefahr sorgen sollen. Besonders gespannt darf man auf Könnecke sein, für den Aue sogar eine (geringe) Ablöse zahlte. Neu ist auch Allrounder Höfler.

Kicker-Sportmagazin, 11.07.2011, S. 54.
Taktik: Die eingespielte Mannschaft wird weiterhin auf das bewährte 4-2-3-1 vertrauen. Die eher spielschwache Mannschaft setzt auf Zweikampfstärke, Teamgeist und vor allem Standardsituationen um ergebnisorientiert zu agieren. Vor allem die komplett großgewachsene Viererkette ist hier sehr torgefährlich. Angetrieben wird die Mannschaft vom zweikampfstarken Hensel, der im Vorjahr auch die meisten Auer Tore erzielte. Kempe, Hochscheidt, und Curri sind die Spieler, die den Stürmern die Bälle auflegen sollen.
Wunschelf: Die Viererkette des Vorjahres muss nicht verändert werden. So ist le Beau momentan wohl vor Schlitte gesetzt. Vorne gibt es ein großes Getümmel. Kocer und Könnecke sind nah an der Stammelf. Ob Kern und König wirklich zeitgleich auf dem Platz stehen werden, ist nicht klar. Dass dadurch Unruhe entsteht, wie der Kicker behauptet, muss nicht sein. Routinier Curri steht für den Fall einer Nominierung für die Startelf bereit.
Einschätzung: Im letzten Jahr spielte Aue am Limit. Gerade gegen die spielstarken Teams aus Cottbus und Berlin wurde die spielerische Unterlegenheit deutlich. Mit einem Stürmertor Herbstmeister zu werden, hat auch mit Glück zu tun. Von daher wird es schwer, diese Saison zu wiederholen. Dennoch ist die Mannschaft eingespielt, sehr defensivstark und in jedem Spiel besonders motiviert. Die Heimstärke wird dafür sorgen, dass Aue die Klasse hält, da im Sturm allerdings kein wirklicher Torjäger in Sicht ist, wird die Platzierung wohl zweistellig sein.


SpVgg Greuther Fürth:

Torhüter Walke, Außenbahnflitzer Müller und Mittelfeldmann Haas sind gegangen. Flexible und spielstarke Akteure wie Zillner, Tyrala und Schmidgal sind gekommen. Den Sturm verstärken Schahin und Occean. Trainer Büskens gibt im Gegensatz zum ruhigen Umfeld, das Ziel aus, wirklich endlich mal den Aufstieg anzugreifen.

Kicker-Sportmagazin, 11.07.2011, S. 54
Taktik: Torwart Grün und Abwehrchef Kleine sind die Führungsspieler in der Defensive. Die Außenverteidiger werden sehr offensiv agieren. Im Mittelfeld sind alle Spieler sehr spielstark und flexibel einsetzbar. Aufgrund der Vielzahl der Stürmer sind 2 Angreifer eingeplant. Hier besteht die Qual der Wahl zwischen einem Brecher wie Occean, einem schnellen und konterstarken Nöthe, oder aber den spielstarken Sararer und Onuegbu. Für eine offensivstarke Mannschaft lässt die Spielvereinigung sehr wenig Gegentore zu.
Wunschelf: Von den Namen scheint der Kicker richtig zu liegen. Schröck könnte allerdings auch rechts verteidigen, während Nehrig praktisch überall, vor allem auch im Sturm einsetzbar wäre. Tyrala könnte im Mittelfeld die Spielmacherposition, aber auch andere Positionen der Raute abdecken. Zillner wäre ein Kandidat für die linke Seite. Im Sturm sind zu Saisonbeginn Sararer, Onuegbu und Schahin verletzt. Dort muss das passende Duo erst noch gefunden werden. Vieles deutet zum Start auf Nöthe und Occean hin.
Einschätzung: Der spielstarke Kader ist noch breiter und daher noch stärker geworden. Fürth lässt hinten wenig zu und erspielt sich nach vorne sehr viele Torchancen, die aber noch konsequenter genutzt werden müssen. Das Verletzungspech des Vorjahrs kann in diesem extremen Maß eigentlich nicht noch mal auftreten. Die SpVgg ist reif für den Aufstieg und könnte am Ende durchaus einen der ersten beiden Plätze belegen. Unter den Top 5 landet Fürth auf jeden Fall.

2. Liga - die Vereine im Kicker Test Teil IV

TSV 1860 München:

Dank des Investors und einiger Spielerverkäufe im letzten Januar konnte sich 1860 finanziell retten. Sportlich agierte man praktisch sorgenfrei im Mittelfeld und plant nun den Angriff aufs obere Tabellendrittel. Von der Stammelf gingen Bell und Ignovski, während mit Topverdienern wie Rukavina und Rakic schon nicht mehr geplant wird und diese gehen sollen. Neu sind die Außenverteidiger Malura und Feick, Torhüter Ochs und Routinier Colin Benjamin, der die recht junge Mannschaft anführen soll.

Kicker-Sportmagazin, 11.07. 2011, S. 53.
Taktik: Taktisch deutet sehr viel auf ein klassisches 4-4-2 hin. Das Paradestück stellt hierbei die Offensive dar. Mit Halfar und Bierofka, der zunächst den verletzten Aigner vertritt, verfügt 1860 über sehr dynamische und torgefährliche Außen, das Sturmduo Volland/Lauth kann jeder Abwehr Probleme bereiten. Die Doppelsechs bilden mit Bülow und Benjamin zwei kampfstarke Leute.  
Wunschelf: Trainer Maurer hat frühzeitig bekannt gegeben, dass sowohl Malura als auch Feick die neue Verteidigung bilden werden. Schäffler ist eine Alternative im Sturm, Rakic sein Konkurrent, wenn er nicht verkauft wird. Aigner ist noch nicht fit, und kämpft nach seiner Genesung gegen Bierofka um den Platz rechts im Mittelfeld. Aygün könnte der Abwehrchef sein, fällt aber zu Saisonbeginn noch aus.
Einschätzung: Mit dieser Offensive braucht 1860 nicht bange zu sein. Die 2. Reihe ist durchweg jung, aber wegen der guten Nachwuchsarbeit der Löwen durchaus in der Lage, im Notfall einzuspringen. Auch in der Abwehr präsentierte sich das Team recht solide, wenngleich diese zu Beginn noch nicht eingespielt sein wird. Es mangelt ein wenig an Kreativität in der Zentrale. Feick und Malura müssen ihre Zweitligatauglichkeit als Außenverteidiger erst noch zeigen. Ganz oben schnuppert 60 wohl nicht ran. Es reicht für einen einstelligen Tabellenplatz zwischen Platz 7 und 9.


MSV Duisburg:

Kein Aufstieg auch wegen vieler Verletzungen, kein Pokalsieg und nun mit 13 Zu- und Abgängen ein echter Neuaufbau. Veigneau, Sahan und Yilmaz, Koch, Trojan, Maierhofer und Torwart Yelldell sind weg. Neu sind Routiniers wie Jula, Bollmann und Shao, dazu junge Spieler wie Pliatsikias, Domovchiski, Karimov, Wolze und Brosinski, Kastrati und Pamic. Spektakulärster Kauf ist sicher Torhüter Fromlowitz.

Kicker-Sportmagazin, 11.07. 2011, S. 53.
Taktik: Tendenziell wird Duisburg eher im 4-4-2 antreten, als mit nur einer Spitze. Trainer Sasic setzt auf kontrollierte Offensive und hat gerade dort auch die Qual der Wahl. Mit den kopfballstarken Sukalo und Jula ist der MSV bei Standards stets gefährlich. Brosinski soll über die rechte Seite nach vorne antreiben. Letztes Jahr war der MSV auch sehr stark im Umschaltspiel, allerdings war dies oft von Julian Koch angeführt. Dennoch wird der MSV versuchen, auch auswärts mit Fußball zu spielen. Mit Fromlowitz könnte die Zahl der Gegentore noch weniger werden.
Wunschelf: Im Sturm ist Kapitän Baljak momentan noch verletzt, drängt nach seiner Gesundung aber wieder ins Team. Für die Rechtsverteidigerposition wird noch getestet, neben Kern, wäre Bollmann eine Alternative. Karimov wäre eine Option für hinten links. Ob Kastrati im Sturm oder auf dem Flügel spielen wird, muss abgewartet werden.
Einschätzung: In Duisburg herrscht Euphorie und das nicht zu unrecht. Der Kader ist stark besetzt, auf jeder Position gibt es gute Alternativen. Wichtig wäre, dass sich die neue Mannschaft schnell einspielt und das Verletzungspech nicht wieder eintritt. Duisburg spielt um den Aufstieg, und landet im oberen Tabellendrittel.


Fortuna Düsseldorf:

Wolf Werner und Norbert Meier haben vor nicht allzu langer Zeit das Ziel ausgegeben, den Kader stetig weiter zu entwickeln. Von daher wurden praktisch nur Spieler abgegeben, mit denen der Verein nicht mehr plant, darunter Torhüter Melka oder Aufstiegsschütze Christ. Gespannt sein darf man auf den langen Juanan für die Innenverteidigung und im Sturm auf den Mainzer Grimaldi und den Australier Kruse. Im Tor soll Almer Druck auf Ratajczak ausüben.

Kicker-Sportmagazin, 11.07. 2011, S. 53.
Taktik: Trotz acht nomineller Stürmer wird die Fortuna wohl nur mit einer zentralen Spitze antreten (Kruse/ Grimaldi), hinter der Ilsö mit nach vorne stoßen wird. Die Innenverteidiger Lukimya und Langeneke haben Gardemaß. Weber und van den Bergh sind Außenverteidiger, die ausgewogen defensiv und offensiv agieren.
Auf der Außenbahn hat der schnelle Beister in der Rückrunde überragt. Kapitän Lambertz ist stets an Einsatz und Tordrang ein Vorbild. (Fast) unersetzbar im Mittelfeld ist Defensivmann Oliver Fink.
Wunschelf: Wie schon erwähnt, könnte Kruse statt Grimaldi im Angriff spielen, auch Routinier Rösler wird sicher nicht nur auf der Bank sitzen wollen. Sascha Dum wird beweisen wollen, dass er mehr als ein Einwechselspieler ist.
Einschätzung: Die Mannschaft ist eingespielt, defensiv solide und offensiv sehr stark besetzt. Daheim ist die Fortuna unfassbar stark, allerdings auswärts ebenso schwach. Zurecht steht die Fortuna auf einigen Zetteln als Geheimfavorit. Düsseldorf landet unter den ersten fünf Teams.

Montag, 11. Juli 2011

2. Liga - Vereine im Kicker Test Teil III

SC Paderborn 07:

Paderborn wird sich auf der Torhüterposition neu orientieren müssen. Für den zuverlässigen Masuch wird
Kruse wohl die neue Nummer 1 werden. Seine Konkurrenz ist der junge Jens Grahl. Weggegangen sind Raitala und Torjäger Kapllani. Gespannt sein darf man auf Neuzugang Alban Meha, der in der 4. Liga auftrumpfte. Matthew Taylor, Mehmet Kara und Thomas Bertels kommen auch aus unteren Ligen.  
Das Korsett der Mannschaft ist aber praktisch (fast) unverändert zusammengeblieben.

Kicker-Sportmagazin, 07.07. 2011, S. 37.
Taktik: Da Spielgestalter Alushi von der Sechserposition aus das Spiel lenkt und nach Kapllanis Abgang im Sturm Konkurrenzgedränge herrscht, deutet einiges auf ein 4-4-2 System hin. Aber auch das Auftreten in einem 4-2-3-1 ist denkbar. Paderborn spielt auswärts deutlich defensiver als zu Hause. Im vergangenen Jahr war die Mannschaft im zentralen Bereich deutlich torgefährlicher als auf den Flügeln.
Wunschelf: Palionis wäre ein Kandidat für die Innenverteidigung, Gonther könnte dann die recht vakante rechte Abwehrseite besetzen. Alban Meha drängt stark ins Team, egal ob über rechts zentral im Mittelfeld oder im Sturmzentrum. Ob Jens Grahl im Laufe der Saison Kruse vielleicht doch noch verdrängt, ist unklar.
Einschätzung: Das große Plus wird zu einer Schwäche. Gerade im Mittelfeldbereich ist die Mannschaft sehr eingespielt. Die Automatismen greifen, die Mannschaft zieht an einem Strang. Allerdings war die Mannschaft bis auf Kapplani durchweg zu torungefährlich. Im Sturm muss der neue Torjäger erst noch gefunden werden. Ein Großteil der zweiten Reihe ist sehr zweitligaunerfahren. Der Klassenverbleib wird wohl wieder nur durch erfolgreiche Heimspiele zu erreichen sein. Paderborns Ziel muss der Klassenerhalt sein.


FC Union Berlin:

Vor allem ältere Kräfte haben Union verlassen. Kultfigur Benyamina, Abwehrspieler Rauw und Abräumer Younga Mouhani sind weg. Ein sportlicher Verlust ist der Weggang von Dominic Peitz. Pfertzel, Karl, Zoundi und Terodde verstärken die Stammelf sofort. Beim Brasilianer Silvio darf man gespannt sein.

Kicker-Sportmagazin, 07.07. 2011, S. 37.
Taktik: Im letzten Jahr hat Union mit einem, mit zwei und auch mit drei Angreifern begonnen. Von daher ist das System wohl von der personellen Besetzung des Sturms abhängig. Wenn Terodde und Silvio gut zusammenfinden ist ein 4-4-2 gut denkbar. Aber auch 4-3-2-1 ist praktikabel. Union ist traditionell bei Standards des zentralen Spielers Mattuschka sehr gefährlich. Vor allem Zoundi könnte das Flügelspiel noch mehr beleben.
Wunschelf: Hier sehe ich einige Sachen anders, als der Kicker. Menz ist flexibel einsetzbar und wohl eher eine Option fürs zentrale Mittelfeld. Stuff oder Göhlert wären dann der Nebenmann für Madouni. Mosquera wird, wenn 2 Stürmer bereits auf dem Platz sind, wohl nicht spielen, vor allem nicht auf der linken Außenbahn. Ein Kandidat hierfür ist der kreative Ede, der allerdings auch hinter einer zentralen Spitze agieren kann.
Einschätzung: Generell scheinen die Abgänge sinnvoll ersetzt worden zu sein. Die Mannschaft lässt sich auch von Rückständen nicht aus der Ruhe bringen. Verbessert werden muss die teilweise katastrophale Verwertung von Großchancen aus dem Vorjahr. Zudem bleibt zu hoffen, dass Union diesmal von Verletzungen verschont bleibt. Wird dies erreicht, kann Union einen Mittelfeldplatz ohne Abstiegsängste belegen.


TSV Alemania Aachen:

Stieber und Höger suchten die Herausforderung in Liga 1. Auch Arslan ist weg. Die Neuzugänge sind extrem jung und besitzen allesamt viel Potential. Erfahrung besitzt nur der Neuzugang aus der Erendivise Sibum. Gespannt  darf man auf die Spieler der Zweitvertretungen (Yabo, Stiebermann, Bäcker) sein.

Kicker-Sportmagazin, 07.07. 2011, S. 37.
Taktik: Hyballa wird die sehr spielstarken Akteure auch sehr offensiv spielen lassen. Dabei sind die Spieler in der Lage, ein hohes Tempo zu gehen. Sowohl ein 4-4-2 als auch ein 4-4-3 sind deshalb vorstellbar. Die Außenverteidiger (Strifler, Radjabali-Fardi) drängen sehr stark nach vorne. Vorne soll vor allem Torjäger Benjamin Auer in Szene gesetzt werden. Eine Schlüsselfunktion bekommt der erfahrenen Sibum als ordnende Hand. Yabo könnte auf der Zehnerposition agieren.
Wunschelf: Die Besetzung der Abwehr ist noch nicht eindeutig klar. Strifler ist rechts sehr offensiv, Erb vielleicht zu defensiv eingestellt. In der Innenverteidigung könnten Stehle und Feisthammel zunächst die Stammformation bilden. Kratz und Bäcker sind in der Zentrale, bzw. im Sturm die Alternativen. Im Tor könnte auch wieder Hohs stehen.
Einschätzung: Die junge Mannschaft wird für ansehnlichen Fußball stehen. Die Eingenschaften sind Dyamik und hohes Tempo. Obwohl die starken Höger und Stieber erst einmal ersetzt werden müssen, ist es den vielen Talenten durchaus zuzutrauen, dies zu erreichen. In der Chancenwertung und in Sachen Cleverness muss sich die Mannschaft noch verbessern. Entscheidend wird sein, dass die Defensive nicht wieder mehr als 50 Gegentore zulässt. Dieses Manko an Sicherheit wird verhindern, die Alemania als Geheimfavorit für den Aufstieg einzustufen. Die Mannschaft wird zwischen Platz 7 und 12 landen.

2. Liga - Vereine im Kicker-Test Teil II

Karlsruher SC

Im letzten Jahr sind die Karlsruher dem Abstieg gerade so mit Platz 15 entkommen. Deshalb wurde der Kader nun umgekrempelt. Die Neuzugänge sind breit gestreut. Orlishausen, Kempe und Haas kommen aus Liga 3. Lechner und Lavric sind die namhaftesten Neueinkäufe. Hohenender, Aquaro und Zoller müssen sich noch einen Namen in Deutschland machen.

 Kicker-Sportmagazin, 07.07. 2011, S. 36.
Taktik: Der umgestaltete Kader ist noch nicht richtig eingespielt. Vieles deutet allerdings auf ein 4-2-3-1 System hin, indem Lavric in vorderster Front agiert. Hinter ihm soll vor allem Iashvilli mehr spielerisch Akzente setzen. Aber auch Mitspieler wie Milchraum, Buckley Terrazino und Staffeldt sind taktisch versiert und spielstark.
Wunschelf: Während Staffeldt und Haas wohl als Doppelsechs gesetzt sind,  ist die Besetzung der Innenverteidigung noch nicht völlig geklärt. Dort könnte auch Kempe spielen. Im Test gegen eine rumänische Erstligamannschaft spielte nur Kempe statt Aquaro und sonst die vom Kicker vermutete Formation.
Einschätzung: Spielerisch wird der KSC nicht wie ein Abstiegskandidat agieren. Die Mannschaft ist von den Namen relativ offensiv ausgerichtet. Allerdings fehlt die Eingespieltheit. Letztes Jahr hatte der KSC eine große Schwäche bei gegnerischen Standardsituationen, die unbedingt behoben werden muss. Zudem fehlte die Konstanz. Der Kader ist besser (robuster und flexibler) als letztes Jahr, die Konkurrenz war aber letztes Jahr auch sehr schwach. Für den KSC wird es eine Saison im Zeichen des Abstiegskampfs werden.

FC Ingolstadt

Der Ingolstädter Kader hat an Qualität dazu gewonnen. Für Karl kam Haas (Fürth) und vor allem Özcan, Schäfer und Ikeng geben dem auf jeder Position nahezu gleichwertig besetzten Kader noch mehr Möglichkeiten. Im Sturm wird noch nach einem Torjäger gesucht, wenngleich auch die bisher vorhandenen Kräfte konkurrenzfähig sind.

Kicker-Sportmagazin, 07.07. 2011, S. 36.
Taktik: Vieles deutet daraufhin, dass Benno Möhlmann im 4-4-2 System starten wird. Aber auch die Umwandlung ins 4-3-3 ist eine Option. Die Mannschaft ist sehr spielstark, vor allem im Umschaltspiel. Auch auswärts zieht die Mannschaft ihr eigenes Spiel auf und gewann so letztes Jahr 2:1 in Cottbus und 4:1 in Bochum. Der zentrale Mann ist Stefan Leitl. Nominell fungiert er als Sturmspitze, geht aber weite Wege und hat einen guten Abschluss. Die Außenverteidiger Görlitz und Schäfer können sehr gut nach vorne stoßen und Flanken schlagen. Nach Standards wird die Mannschaft durch großgewachsene Spieler (Biliskov, Metzelder, Pisot) gefährlich sein.
Wunschelf: Im Großen und Ganzen kann dem Kicker zugestimmt werden. Buddle könnte Hartmann ersetzen. Ikeng und Bambara drängen zudem in das (zentrale) Mittelfeld. Kirschstein und Özcan werden um die Nummer 1 kämpfen.
Einschätzung: Keiner wird die Mannschaft mehr unterschätzen. Gegen eine 1b-Elf des HSV gab es ein klares 2:4 gegen Wehen gar ein 1:6. Die Testspiele sind jedoch nicht so entscheidend, wie dass der Kader für eine lange Saison (auch in der Breite) sehr gut gerüstet  ist. Hält die Mannschaft dem (neuen) Druck stand, ist sie zu stark für den Abstiegskampf. Wird Leitl beim Tore schießen noch besser von den Kollegen unterstützt, winkt sogar ein Platz im oberen Tabellendrittel. Ansonsten wird Ingolstadt zwischen 7 und 11 landen.

FSV Frankfurt:

Der FSV hat eine Achterbahnfahrt hinter sich. Auf eine sehr starke Hinrunde mit Aufstiegsträumen folgte eine Katastrophenrückrunde. Dennoch war der Klassenverbleib nicht wirklich in Gefahr. Im Kader kam es nun zum wiederholten Mal zum Umbruch. Schwer wiegen die Abgänge von Mölders, Gjasula und Wunderlich.
Mit Spannung werden die neuen Stürmer Chrisantus und Benyamina beäugt werden.

Kicker-Sportmagazin, 07.07. 2011, S. 36.
Taktik: Im letzten Jahr oft im 4-2-3-1 antretend, ist durch die Lücke, die Wunderlich hinterlässt, wohl ein Wechsel zum 4-4-2 wahrscheinlich. Allerdings ist die Verpflichtung eines Zehners (Yelen?!) noch in Planung.
Abwehrchef Schlicke ist bei Standards gefährlich. Vor der Abwehr wird eine Doppelsechs agieren, auch die neuen Außenverteidiger Huber und Teixera sollen mehr Stabilität geben. N´Diaye kann auch auf außen agieren.
Wunschelf: Torjäger Chrisantus verpasste wegen einer Erkrankung Teile der Vorbereitung. Im Normalfall sollte er aber gesetzt sein. Auf der Doppelsechs bietet sich eine kampfstarke Doppelsechs mit Gordon und Cinaz an. Der junge Stark hat aber momentan vielleicht einen kleinen Vorsprung.
Einschätzung:  Die Abgänge von Wunderlich und Mölders haben eine große Lücke hinterlassen. Der Torjäger muss aus dem vorhandenen Personal erst noch gewählt werden. Die Außenverteidiger Huber und Teixera müssen erst einmal mit dem Sprung von Liga 3 in Liga 2 verkraften. Neben Abwehrchef Schlicke fehlt ein sicher agierender Nebenmann. Der Unterschied zwischen erster und zweiter Reihe ist nicht so groß, wie die Ungewissheit, die Schlüsselabgänge ersetzen zu können. Der FSV kämpft in diesem Jahr gegen den Abstieg.

2. Liga - Vereine im Kicker-Test Teil I

Dynamo Dresden

Prinzipiell schätzt der Kicker ganz richtig ein, dass sich trotz des Aufstiegs ein Teil des Kaders im Umbruch befindet. Mit Eilhoff, Trojan und Fort wurden aber auch zweitligaerfahrene Akteure verpflichtet. Noch ist der Kader (vor allem im Sturm) recht knapp besetzt, was aber auf jeden Fall noch (eventuell durch den Sponsorenpool) verändert wird.

Kicker-Sportmagazin, 07.07. 2011, S. 35.
Taktik: Trainer Loose wird wohl auf ein 4-2-3-1 setzen. Momentan liegt dies am noch mau besetzten Sturm, aber auch daran, dass an einer Doppelsechs mit Fiel und Solga kein Weg vorbeiführt und in der Dreierreihe Akteure wie Knoll, Koch und Trojan flexibel einsetzbar sind. Besonders bei den Standards von Christian Fiel will und wird die Mannschaft torgefährlicher als im Vorjahr sein.
Wunschelf : Sie wird von den Akteuren her wohl so aussehen, allerdings kann sich im Sturm noch etwas tun. Falsch ist jedoch die Einordnung von Heller auf links. Koch ist wohl eher ein Mann für den linken Flügel und Heller wird die rechte Mittelfeldseite besetzen.
Einschätzung:  Dass vom 1. Spieltag an nur der Klassenerhalt zählt, ist korrekt. Dresden hatte die kürzeste Vorbereitungszeit, ist wenig eingespielt durch Neuzugänge und viele Probespieler und auf 3-4 Positionen sehr knapp besetzt. Durch zusätzliche Verstärkungen kann dies geändert werden. Teile der Stammelf haben die Qualität der 2. Liga bereits. Dennoch muss Dresden mit einem nicht so guten Saisonstart rechnen.

Hansa Rostock
Das 18 jährige Talent Trybull wechselte nach Bremen. Ansonsten bleibt aber eine eingespielte Mannschaft. Mit Mintal, Kostal und Perthel wurde die Mannschaft sinnvoll verstärkt. Dennoch soll im Sturm noch etwas passieren, da kleine Zweifel bestehen.

Kicker-Sportmagazin, 07.07. 2011, S. 35.
Taktik: Hansa könnte in einem 4-1-4-1 System auflaufen. Dies wurde bereits in der letzten Saison und vor allem in der Vorbereitung ausprobiert. Allerdings ist auswärts der Übergang zur Doppelsechs genauso möglich, wie daheim ein System mit zwei Sturmspitzen. Die Akteure Ziegenbein, Lartey und Jänicke sind sehr spielstark und sorgen dafür, dass bei Hansa nicht nur Stürmer Tore schießen.
Wunschelf: Übereinstimmung mit dem Kicker, wenngleich Mintal wohl etwas hängend hinter der Sturmspitze Semmer agieren wird. Links liefern sich Perthel und Ziegenbein einen harten Kampf. Im Tor könnte tatsächlich der junge Kevin Müller, Routinier Hahnel überholen. Die Entscheidung wird diese Woche bekannt gegeben.
Einschätzung: Hansa verfügt über eine spielstarke und eingespielte Formation. Die Mannschaft präsentiert sich als feste Einheit. Sollten die Außenverterteidiger doch unsicher sein und auch der Sturm schwächeln, könnte Hansa in den Abstiegskampf rutschen, wird aber aufgrund von Teamgeist und angetrieben vom Publikum die Klasse halten.


Eintracht Braunschweig

Außer Bellarabi (Leverusen), für den Nico Zimmermann ins Team rückt, ist auch bei der Eintracht der Stamm
komplett gehalten worden. Die Nezugänge sind keine großen Namen, passen aber in das Konzept von Trainer Lieberknecht und Sportdirektor Arnold charakterlich gut zu passen und Druck auf die A-Elf auszuüben.

Kicker-Sportmagazin, 07.07. 2011, S. 35.
Taktik: Braunschweig wird weiterhin im 4-1-4-1 System agieren. Besonders wichtig sind hierfür die beide "Einser" Theuerkauf vor der Abwehr und Kumbela im Sturm. Die gesamte Viereroffensive erwies sich in Liga 3 ebenfalls als torgefährlich. Braunschweig war auch bei Standards stark. Abwehrchef Dogan ist hier hervorzuheben. Zudem steht die Eintracht defensiv sehr sicher und kassierte letztes Jahr nur 22 Tore in 38 Spielen.
Wunschelf: Völlige Übereinstimmung mit dem Kickervorschlag. Dennoch drängen auch Reinhardt, Correia, Kessel und Fetsch ins Team.
Einschätzung:  Braunschweig ist eingespielt, eine Einheit, defensiv solide und vorne torgefährlich. Insofern spricht einiges für einen Mittelfeldplatz. Sorgen bereitet Abwehrchef Dogan, der mindestens die ersten beiden Spiele ausfällt. Letztes Jahr blieb die Mannschaft von längeren Verletzungen verschont. Personelle Ausfälle sind wohl die größte Sorge für die Eintracht. Im Umfeld herrscht große Euphorie, aber da die sportliche Leitung zunächst solide 40 Punkte anpeilt, hält auch die Eintracht die Klasse.

2. Liga - Vereine im Kicker-Test

Es gibt heutzutage noch Gründe eine Zeitung zu kaufen! "Echt jetzt"?, wird der Leser vielleicht fragen, da schließlich die meisten Artikel es auch ins Internet schaffen. Nächste Woche startet die 2. Liga und somit gibt es den Vereinscheck vom Kicker ab dieser Woche bereits. Auch die 3. Liga wurde schon begonnen zu testen, aber hier soll es um Deutschlands zweithöchste Spielklasse gehen.

Zunächst zur Serie an sich. Es wird eine Prognose für den Saisonverlauf der Vereine gegeben. Diese beruht auf der Einschätzung der Mannschaft in den Bereichen: "Kommen und Gehen" / "Stärken und Schwächen" /
"Trainer und Umfeld". Der Bereich "Taktik" wurde dieses Jahr ausgespart. Woran das liegt, kann nur vermutet werden. Ich hoffe, dass es nicht daran liegt, dass generell weniger mehr zu sein scheint, sondern die eigentliche Begründung darin liegt, dass die meisten Teams heutzutage mehrere Systeme bevorzugen, bzw. die Systeme von den Spielern, die fit sind und eingesetzt werden abhängen aber auch fließend ineinander übergehen. Denn dass die Texte kürzer geworden sind, als im letzten Jahr scheint nicht nur eine subjektive Wahrnehmung meinerseits zu sein.

Sehr entscheidend an der Serie ist auch, dass ein Blick auf die voraussichtliche Wunschformation geworfen wird. Natürlich ist dies vor dem Saisonstart eine etwas vage Prognose, weil das erste Transferfenster später schließt und weil auch im Winter nachgelegt werden kann. Verletzungen sind ebenfalls nicht planbar.
Dennoch ist dies z.B. für Managerspiele sehr hilfreich.

Im Folgenden will ich auf die Vereine und ihre Chancen eingehen und die Bewertungen des Kickers versuchen, einzuschätzen und zu ergänzen.

Begonnen werden soll mit den drei Aufsteigern.

Donnerstag, 30. Juni 2011

auf Regen folgt auch Sonnenschein (Transfermarkt.de)

Gibt auch gute Neuigkeiten von der Homepage/Foren Front.
Es hat die Umstellung der Transfermarkt Datenbanken gegeben.
Viel Spaß allen beim Stöbern, Nachschlagen und Recherchieren.