Dienstag, 23. August 2011

2. Bundesliga - der 5. Spieltag - die Analyse

Fortuna Düsseldorf setzte seinen Heimspielhöhenflug durch ein 3:1 gegen 1860 München fort. Die Löwen verpassten es, kämpferisch gegenzuhalten. Düsseldorf bot hingegegen angetrieben vom überragenden Maximilian Beister eine aufsteigsreife Partie.
In Spiellaune befand sich auch die SpVgg Greuther Fürth. Diese verdarb durch ein 3:0 ihrem Ex-Coach Bennö Möhlmann, die Rückkehr nach Franken. Der FC Ingolstadt ist weiterhin noch sieglos, erkannte nach dem Spiel aber die enorme Qualität der Fürther Mannschaft an. Das Sturmdou Occean/ Nöthe auf Fürther Seite scheint sich bereits gefunden zu haben.
Torlos und somit immer noch sieglos bleiben Hansa Rostock und Alemania Aachen. Beim 0:0 überzeugte Rostock einmal mehr spielerisch, vergab aber erneut klarste Torchancen. Aachen nutzte den ersten Punktgewinn, um ein wenig zu verschnaufen. Dennoch ist nächste Woche im Heimspiel gegen Düsseldorf ein
Sieg fällig, sonst wackelt der Trainerstuhl gewaltig.
Eintracht Braunschweig und Erzgebirge Aue trennten sich 1:1 unentschieden. Aue zeigte sich kämpferisch verbessert und verbuchte den Punkt vor allem deshalb, weil Torhüter Martin Männel einen Elfmeter hielt. Für Braunschweig wird nun wohl das gesicherte Mittelfeld der Tabelle interessant.
Union Berlin besiegte den VFL Bochum mit 2:1. Während der VFL den Negativtrend der letzten Wochen fortsetzte, konnte Union angetrieben vom starken Kapitän Torsten Mattuschka nach dem Rückstand die Partie noch drehen.
Der FSV Frankfurt gab im Stadtduell gegen Eintracht Frankfurt mit dem Umzug in die Commerzbank-Arena nicht nur das Heimrecht, sondern beim 0:4 auch die Punkte ab. Phasenweise war auf dem Platz ein Klassenunterschied zu erkennen. Der FSV ist immer noch ohne Sieg, sollte beginnen zu punkten, während die Eintracht mit sehr gutem Torverhältnis im Aufstiegskampf mitmischt.
Überzeugt hat auch Energie Cottbus. Mit einem 2:0 durch einen Doppelpack von Torjäger Dimitar Rangelov hat Cottbus gegen den Karlsruher SC den Weg zurück in die Spitzengruppe gefunden. Karlsruhe bot die schwächste Saisonleistung. Noch immer ist nicht ganz klar, in welche Tabellenregion der Weg der Badener diese Saison führen wird.
Dynamo Dresden verlor gegen den SC Paderborn mit 1:2. Traner Loose musste die erste Heimniederlage seiner Amtszeit hinnehmen, während Paderborn den zweiten Auswärtssieg der Saison feierte. Neben einem Traumfreistoßtor von Alban Meha sorgte vor allem der Schiedsrichter mit der Aberkennung eines glasklaren Treffers von Marvin Knoll für Aufregung. Beide Klubs sind dennoch in der unteren Hälfte zu erwarten.
Der FC St. Pauli bleibt Spitzenreiter in Liga 2. Dank eines Last Minute Treffers von Finn Bartels besiegten die Hamburger den MSV Duisburg mit 2:1. Noch mehr als der Platzverweis von Pliatsikas schmerzte den MSV, wieder nicht gewonnen zu haben. Somit steht Duisburg am Freitag gegen Dresden unter Zugzwang.


Freitag, 19. August 2011

2. Bundesliga- der 4. Spieltag - die Analyse

Der FC St. Pauli ist Spitzenreiter in Liga Zwei. Beim VFL Bochum gewannen sie mit 1:2.
Spielerisch überzeugte die St. Paulianer Mannschaft, aus der besonders Siegtorschütze Max Kruse herausragte. 
Den ersten Saisonsieg landete Dynamo Dresden mit einem 4:0 gegen Union Berlin. Weil die Berliner in Halbzeit zwei zusammenbrachen konnten sich die zunächst über den Kampf agierenden Dresdner in einen Spielrausch hineinsteigern.
Eintracht Braunschweig gewann ohne die nominelle Stamm- und Aufstiegsinnenverteidigung beim Karlsruher SC und bewies beim 1:3 einmal mehr die Kompaktheit. Der KSC steckt im Mittelfeld der Tabelle. Licht und Schatten wechseln sich (momentan) noch ab. Spielerisch sieht es aber meist gut aus.
Immer noch ohne Punkt ist Alemania Aachen. Gegen Energie Cottbus verloren die Mannen um Trainer Peter Hyballa mit 0:2. Cottbus agierte sehr überlegt und clever in den entscheidenden Momenten. Ein goldenes Tor nach einer Ecke sorgte für eine 0:1 Niederlage des SC Paderborn gegen die SpVgg Greuther Fürth. Die große Chance zum Ausgleich vergab Enis Alushi. 
Ein wahres Offensivfeuerwerk brannte 1860 München durch ein 4:0 gegen Erzgebirge Aue ab. Der Offensivvierer der Löwen (Lauth, Volland, Halfar, Aignar) zeigte sich in Topform. Aue enttäuschte diesmal nicht nur in der Offensive sondern kam auch defensiv oft den Schritt zu spät.
Der FSV Frankfurt holte beim FC Ingolstadt ein 1:1 Unentschieden. Beide Klubs sind noch immer ohne Sieg.
Eine starke spielerische Leistung des FC Hansa Rostock wurde nur mit einem 0:0 beim MSV Duisburg belohnt. Duisburg steht hinten inzwischen sicher, im Offensivspiel scheint die Mannschaft noch etwas Zeit zu brauchen.
Das Spitzenspiel zwischen Eintracht Frankfurt und Fortuna Düsseldorf endete 1:1. Beide Mannschaften sind noch ungeschlagen und werden den Aufstiegskampf aktiv mitgestalten. Düsseldorf bot auswärts eine starke Partie nach frühem Rückstand, erhielt zudem einen klaren Elfmeter nicht.

Freitag, 12. August 2011

2. Bundesliga - der 3. Spieltag - die Analyse

Auf das letzte Wochenende soll noch einmal zurückgeblickt werden. Den ersten Saisonsieg holt sich Union Berlin mit einem 3:0 Erfolg gegen den SC Paderborn. Dabei lieferten die Gäste eine blasse Vorstellung ab. Nachwuchstorhüter Kilian Pruschke musste sich nicht wirklich auszeichnen. Beide Teams sind nun punktgleich.
Fortuna Düsseldorf konnte auf die gewohnte Heimstärke bauen und erreichte ein 4:1 gegen den FC Ingolstadt. Während die Bayern noch ohne Sieg sind, ist Düsseldorf nun ein ganz heißer Kandidat für den Aufstieg, weil sie die Heimstärke mit in die neue Saison genommen haben.
Auf der Erfolgswelle ist weiterhin der FC St. Pauli unterwegs. Mit dem 3:1 gegen Alemania Aachen setzten sie sich in der Spitzengruppe fest. Aachen haderte wieder mal mit der mangelnden Chancenverwertung und Cleverness des Teams. Trotz Sieglosigkeit hat Trainer Peter Hyballa jedoch noch keine Abstiegsängste.
Dass Energie Cottbus zu Hause gegen 1860 München mit 0:5 und damit noch höher als im Pokal verlieren würde, hätte wohl niemand vorhersagen können. Cottbus wurde bereits in der 7. Minute durch einen berechtigten Platzverweis geschwächt, bot aber auch eine desolate Defensivleistung. Bei den Münchner Löwen überragte Benjamin Lauth.
Sogar 3 Platzverweise gab es für Dynamo Dresden, die Gastmannschaft der SpVgg Greuther Fürth. Allerdings war einer davon für den Trainer und alle 3 insgesamt überzogen, weil Referee Stieler nach der Pause das Spiel völlig aus der Hand gab. Am verdienten 1:0 Sieg der Gastgeber, die oben dran bleiben, gab es aber nichts auszusetzen. 
Eintracht Frankfurt gewann bei Eintracht Braunschweig souverän mit 0:3. Dabei spielten die Hessen wie ein Aufstiegskandidat. Mittelfeldmann Alexander Meier ist auf dem besten Weg, sich die Torjägerkanone zu sichern. Braunschweig war wie schon im Pokal gegen die Bayern chancenlos. Dennoch sind beide Mannschaften in der oberen Hälfte dabei.
Erzgebirge Aue konnte beim 0:2 gegen den Karlsruher SC nicht auf die gewohnte Heimstärke zurückgreifen. Die taktisch clever agierenden Gäste sicherten sich mit 2 unhaltbaren Torschüssen den Auswärtsdreier. Vor allem Alexander Iashvilli scheint unter Trainer Rainer Scharinger noch einmal aufzublühen. Aue wurde ein klares Tor aberkannt, spielerisch boten die Sachsen allerdings Magerkost.
Der MSV Duisburg und der FSV Frankfurt trennten sich torlos 0:0. Beide Teams sind nach wie vor noch ohne Dreier und stecken somit unten fest.
Hansa Rostock reichte eine mehr als 45 minütige Überzahl gegen sehr destruktiv agierende Gäste vom VFL Bochum nicht, um einen Sieg einzufahren. Stattdessen gab es auch wegen des bei Bochum überragenden Torwarts Andreas Luthe ein torloses 0:0 Unentschieden.

Donnerstag, 28. Juli 2011

2. Bundesliga der 2. Spieltag- die Analyse

Durch einen Treffer kurz vor Schluss gegen den FSV Frankfurt konnte der VFL Bochum einen Fehlstart noch abwenden. Die Gäste hielten gut dagegen, Funkel wechselte jedoch drei Spieler ein, die entscheidenden Anteil am Treffer zum 1:0 besaßen. Erzgebirge Aue holte sich trotz halbstündiger Unterzahl einen Punkt beim FC Ingolstadt. Die noch torlos gebliebenen Bayern waren im Abschluss zu wenig zwingend und Aue vor allem nach dem Platzverweis dann auch mit dem 0:0 zu Frieden. Im Spitzenspiel am Freitagabend legte Energie Cottbus nach zehn Minuten bereits eine 2:0 Führung vor. Der Anschluss des Ex-Cottbusers Jiayi Shao war der einzige Treffer, der dem MSV Duisburg trotz Druckphase in Halbzeit zwei gelang. Während Cottbus auf einem Aufstiegsplatz gelandet ist, hat der neuformierte MSV auch wegen des 1:2 einen klassischen Fehlstart hingelegt.
Vor den Augen von Investor Hassan Ismaik siegte der TSV 1860 München mit 2:1 gegen den Karlsruher SC.  Obwohl der KSC in einer ansehnlichen Partie sehr gut mitspielte, konnte 60 die Karslruher Standardschwäche zu zwei Toren ausnutzen. Die torchancenreichste Partie gab es zwischen Union Berlin und Greuther Fürth zu bestaunen. Auch bei den Berlinern setzte sich mit der schwachen Großchancenverwertung ein Trend der Vorsaison fort, während Fürth zumindest in der Offensive schon aufstiegsreif agierte.
Am Sonntag sicherte sich Aufsteiger Eintracht Braunschweig die Tabellenführung gegen Alemania Aachen. Aachen hatte im Abschluss wieder Schwächen, Braunschweig agierte kompakt und stark im Konterspiel. So hieß es am Ende 0:2. Fortuna Düsseldorf und der SC Paderborn trennten sich leistungsgerecht 1:1 Unentschieden. Während Fortuna in der 1. Halbzeit am Drücker war, drehte Paderborn nach der Pause auf und kam zum Ausgleich. Ebenfalls ein 1:1 gab es  zwischen Dynamo Dresden und Hansa Rostock. In einer sehr umkämpften, aber nicht gerade spielstarken Partie gab es einen Freistoßtreffer für Rostock und ein Billardtor für Dresden zu sehen.
Eintracht Frankfurt und der FC St. Pauli trennten sich 1:1 Unentschieden. Während die Hamburger damit einen starken Start hingelegt haben, sind die Frankfurter auf Defensivschwächen aufmerksam geworden und haben Bamba Anderson aus Mönchengladbach geliehen.
Die Tabelle hat bislang nur bedingt Aussagekraft. Von daher wird auf die Tabellensituation erst zu einem späteren Zeitpunkt eingegangen. Es folgt nun zunächst das DFB Pokal Wochenende der 1. Runde.

Dienstag, 19. Juli 2011

2. Bundesliga- der Spieltag- die Analyse

http://bundesligaking.de.tl/2-.-Bundesliga.htm
Zugegeben, Analyse ist vielleicht etwas zu hochgestochen, Fazit würde es auch tun. Alle 18 Teams haben inzwischen ihre Visitenkarte abgegeben.
Den Anstoß zur neuen Saison gaben Energie Cottbus und Dynamo Dresden. Während Cottbus mit dem 2:1 die ersten 3 Punkte der neuen Saison vor allem dank der Einwechslung Alexander Ludwigs erreichte, hielt Dresden eine Halbzeit sehr stark mit, um dann eben so stark abzubauen.
Babacar Guèye war die tragische Figur beim 1:1 vom FSV Frankfurt gegen Union Berlin. Dennoch stand Torschütze Karim Benyamina mit einem Tor gegen seinen Exclub mehr im Vordergrund, als der Fehlschütze des Nachspielzeitelfmeters.
Mit Greuther Fürth und Eintracht Frankfurt trafen zwei Spitzenteams aufeinander. Die Fürther, die durch einen Doppelschlag von Christopher Nöthe zur Pause schon wie der sichere Sieger aussahen, hatten am Ende mit 2:3 das Nachsehen, wobei die Aufholjagd der Eintracht vor allem von Alexander Meier angeführt wurde.
St. Pauli trat nicht nur zum Heimspiel in Lübeck, sondern auch praktisch im 4-6-0 System gegen Ingolstadt an. Umso weniger verwunderlich die Tatsache, dass mit Fabian Boll der Doppeltorschütze beim 2:0 aus dem Mittelfeld kam. Ingolstadt zeigte spielerisch jedoch sehr gute Ansätze.
Ähnliches galt auch für die Aachener, die bei Erzgebirge Aue zu Gast waren. Aachen war das spielerisch reifere und bessere Team, vergab jedoch klarste Chancen und fälschte einen harmlosen Auer Schuss unhaltbar ab, so dass die erzgebirgischen Minimalisten durch ein 1:0 nahtlos ans Vorjahr anknüpften.
Erster Tabellenführer ist Eintracht Braunschweig. Angetrieben von Kapitän Kruppke und der neuen Kreativkraft Zimmermann zeigten sie beim 3:1 im Löwenduell nahtlos die Schwächen der neuen Hintermannschaft von 1860 München auf.
Rostock verlor gegen spielfreudige Paderborner zu Hause mit 1:2, was ebenfalls an defensiven Abstimmungsschwierigkeiten gelegen hat.
Den feurigsten Start gab es in Karlsruhe zu bewundern. 1:0 führte dort der MSV Duisburg nach 18 Sekunden. Nach 6 Minuten hatte der KSC die Partie komplett gedreht. Der Endstand von 3:2 zeigte, dass beide Mannschaften offensiv eine Menge Potential aufzuweisen haben, wenn man sie spielen lässt.
Norbert Meier blieb seinem Ruf als Heimspieler treu und setzte mit einem verdienten 2:0 Erfolg seiner Fortuna aus Düsseldorf gegen den VFL Bochum ein erstes Achtungszeichen im Aufstiegskampf. Routinier Sascha Rösler erzielte hier ein echtes Traumtor per Fallrückzieher.

Sollte jemand noch bewegte Bilder sehen wollen, dann wird er
hier fündig. 


Montag, 18. Juli 2011

die (spiel-)stärkste 2. Liga aller Zeiten. (der 1. Spieltag)

Ich habe mir mal die Freiheit genommen, diese jedes Jahr von DSF/Sport1 ausgegrabene Motto zu verunstalten, bzw. zu verfeinern. Ursprünglich wurde damit das deutsche Unterhaus betitelt, weil sich neben einzelnen Ostklubs auch Traditionsmannschaften wie Köln Frankfurt und Gladbach ein Stelldichein gaben.
Diese Woche ging es wieder los, u.a. mit der Spitzenpaarung Fürth gegen Frankfurt und dem hier zu sehenden Duell zwischen Fürths Schröck und Frankfurts Rode.

http://www.eintracht.de/media/eintracht-fotos.de/public/Saison%2011-12/1.Spieltag%20Fuerth%20-%20SGE%202:3/-h500_15.07.11aw495.jpg
Nachdem nun der 1. Spieltag vorbei ist, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass dies die spielstärkste 2. Liga aller Zeiten ist, weil: 
1. (fast) alle Mannschaften das schnelle Umschaltspiel beherrschen und es keine Mannschaft gibt, die ausschließlich aus Spielern besteht, die den Ball lang nach vorn schlagen wollen.
2. In der Liga sind sehr viele junge Spieler aktiv, die technisch sehr stark ausgebildet worden sind. Die Mehrzahl der erfahrenen Spieler hat in Liga 1 und 2 schon gespielt und dies zeigt sich in einer gewissen spielerischen Klasse.
3. Weil sehr viele Tore ohne Ansage fallen. Keineswegs trafen nur die Teams die zu diesem Zeitpunkt und lange zuvor das Spiel dominiert hatten. Selbst (vor allem auch!?) Aachen und Ingolstadt, die noch keinen Treffer erzielt haben, wirkten sehr torgefährlich und so stark, als könnten sie jederzeit zuschlagen.
4. Es ist eine annähernde Leistungsdichte vorhanden. Keine Mannschaft wirkt defensiv unbezwingbar. Noch hat es keinen einzigen Kantersieg gegeben.

Überprüft werden sollte dies am nächsten Spieltag und dann am besten stetig.

Die Angst der...

Brasilianer vorm Elfmeter. ...
gab es gestern abend zu bewundern. Im Copa America Viertelfinale stand es nach 120 Minuten 0:0 gegen Paraguay. Beide Mannschaft spielten zu diesem Zeitpunkt in Unterzahl, jeweils nur noch zu zehnt.
Was dann folgte, schlug das Frauenwmfinale und vor allem das dortige Elfmeterschießen um Längen.
Einfach nur die pure Slapstickunterhaltung und das vom Rekordweltmeister.
Wer es nicht gesehen hat, sollte es hier nachholen.